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Mein Mann, dieser Blumenkohlbanause

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… mit dieser entschiedenen Formulierung lässt sich Franzi Schädel zitieren. Dass ihr Mann ein heikler Esser ist, steht ihrer Beziehung offenbar nicht im Weg. Schön, so eine Liebe über Geschmacksgrenzen hinweg! Das Sonntagsessen von Schädels Blogs Wo geht’s zum Gemüseregal ist keine Liebeserklärung an einen Menschen, sondern an ein Gemüse. Wer sagt, dass Rote Bete weniger romantisch ist als eine rote Rose?

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Rehe pflücken

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Derzeit denke ich viel über Rehe nach. Viele derer, die besonders laut sind in der Metoo-Debatte, sehen Frauen als scheue, zum Abschuss freigegebene Rehe, die von Jägern (also den Männern) von Blumenwiesen gepflückt werden. Ich teile diese Meinung nicht. Rehe gehören auf den Teller, zumindest wenn man Fleisch mag. Wer zu Weihnachten lieber vegetarisch isst, kann auch diesem Wunsch nachgehen. Das ist das Schöne an Demokratie.

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In der Weihnachtsbäckerei (II)

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Bereits vor einem Jahr habe ich für die FAZ Woche über Kathrin Koschitzki und ihren wunderschönen Blog geschrieben und noch immer keines ihrer Rezepte ausprobiert. Warum nicht  dieses beim Zeit Online Sonntagsessen vorgestellte Kunstwerk? Leider denke ich bei „Eistorte“ seit dem letzten Heiligabend immer an Jamie Olivers Exemplar, das für Überraschungen gesorgt hat. Ich sag mal so: Präsentierbar war das nicht. Zurecht zweifelte meine Mama an einem Rezept, das Eiscreme in den Backofen gibt. Zeit also für einen neuen Versuch nach Anleitung der Phôtisserie.

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FAZ Woche, Dezember 2016

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In der Weihnachtsbäckerei (I)

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„Wer Weihnachten nicht fühlt, ist in meinen Augen eine reudige Tempelhure.“ Eine Adventsandacht der anderen Sorte, aufgeschnappt bei Twitter. Wie es sich gehört, stand mein erster Adventssonntag ganz im Zeichen des Plätzchenbackens, da kommt die dazugehörige Stimmung ganz von allein, außerdem wird es einem dank bollerndem Gasofen schön warm ums Herz. Leider hab ich bei der ersten Ladung Mohnplätzchen Mehl und Puderzucker vertauscht. Das Ergebnis konnte nicht mal den Anforderungen eines zur Käseplatte gereichten Snacks standhalten. Solche kleinen Rückschläge ändern nichts an meiner Haltung, die ich mit dem beim heutigen Sonntagsessen vorgestellten Blog teile: Lieber backen. Immerhin wurden die Vanillekipferl mit gesalzenen Macadamias nach einem Rezept des SZ Magazins genauso gut wie letztes Jahr. 

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Ganz herrliche Vanillekipferl mit gesalzenen Macadamias und nicht ganz so herrliche Mohnplätzchen

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Emily for president

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Wenige Foodblogger beeindrucken mit einer Persönlichkeit wie Emily von Euw. Mit gerade mal 24 Jahren hat die Betreiberin von This rawsome vegan life bereits Kochbücher geschrieben (okay, das haben viele Blogger, auch wenn, wie kürzlich gehört, „Schreiben nicht so ihr Ding ist“), studiert Philosophie, Geschichte und Gender Studies und nennt als Vorbild nicht Jamie Oliver, sondern Michelle Obama. Emily ist Veganerin, aber eine von der sanften Sorte. Ihr Sonntagsessen ist angenehm undogmatisch, obwohl es unter dem Motto Save the planet läuft. Meine Stimme hätte sie.

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Pfeif auf Tofu, pfeif auf Kalb

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Ganz Mitteleuropa ist fest in der Hand der Tofudynastie. Ganz Mitteleuropa? Nein, eine kleine Küche im Herzen Wiens leistet Widerstand. Dort kochen Marlene Grabner und Thomas Talasch Gerichte mit Zutaten, die ehemals lebendig waren. Erwartungsgemäß versetzt das die Zeit Online-Leser in helle Aufregung. OMG, ein Sonntagsessen, das aus lauter Fleischgerichten besteht! Bestenfalls schießt man den Hirsch für das Cordon Bleu nach Küchenrowdy-Rezept selbst. Wer nicht trifft, kann ja bei Tofu bleiben.

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Hueregueter Chäs

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Alle Schweizer sind Punks, jedenfalls alle, die ich kennengelernt habe. Angelo Stäldi etwa, mit dem ich für Vice Munchies auf einer Kirchenbank über Milchschaumverbote und Innereien im Kühlschrank gesprochen habe. Ebenso Andrzej Koch, der in der Wollzeile den kleinsten Käseladen Wiens betreibt. Jetzt hat Der Schweizer Konkurrenz bekommen von Jumi, einem mit Schweizer Perfektion und Schweizer Punkattitüde eingerichteten Shop im achten Bezirk. Neben Kuhglocken, einem riesigen Metallbottich und fantastischen Käsen in Form von Gehirnen gibt es dort Käsehobel, schwarze Nüsse (Hallo, Trend!) und Weine des Collectif anonyme. Einer von Jumis Bestsellern heißt AGAB, was für All Goats are beautiful steht. Was es damit auf sich hat, habe ich für die FAZ Woche aufgeschrieben. Huereguet drückt auf Schwyzerdütsch übrigens Wohlgefallen aus.

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Senf statt Schuhe

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Auf die Frage, wofür sie immer wieder zu viel Geld ausgeben, antworten viel zu viele Frauen: Schuhe. Bei neun von zehn Bloggern hingegen lautet die Antwort: Essen. Jana Nörenberg ist da präziser. „Feigen-Senf, Weintrauben-Senf, Balsamico-Senf. Wenn es eine neue Sorte gibt, muss ich sie haben.“ Das Sonntagsessen ihres Blogs Nom Noms Food verzichtet dankenswerterweise trotzdem auf Senfeier.