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Silvester für Fortgeschrittene

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„Nur Anfänger gehen an Silvester in New York aus“, sagt Deb Perelman, Betreiberin des fantastischen Blogs Smitten Kitchen. Für die heimliche Hauptstadt der USA gilt das mindestens so sehr wie für Wien oder Berlin. Debs Sonntagsessen enthält nicht nur fünf beeindruckende Gänge, sondern auch Tipps für den Tag danach (ein großes Glas Wasser mit zwei Aspirin vor dem Schlafengehen, salzig-fettiges Essen und ein Spaziergang am nächsten Tag.). Happy new year.

PS: Profis trinken schon beim Kochen Champagner, lassen nach dem Essen alles stehen und gehen dann aus.

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Maybe Baby

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Kerstin Rodgers behauptet, den Supper Club erfunden zu haben. Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Nicht umsonst leben wir im postfaktischen Zeitalter. Als Ms. Marmite Lover vertritt die Britin die sehr sympathische These, dass eine kochende Frau sehr wohl Feministin sein kann. Ihr Sonntagsessen ist ein tierfreies Adventsmenü. Fakt ist, dass Kerstin dazu veganen Wein serviert.

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Tradition muss sein

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„Ab dem zweiten Jahr ist es eine Tradition“, schrieb mein Wichtel Thomas in einer seiner letzten Nachrichten. Nachdem ich beim Winewichteln vergangenes Jahr zunächst leer ausging, schickte er mir – unbekannterweise! – gleich zwei Trostflaschen. Nummer eins, einen 2012er L’Olivelle von Clos Marie, leerte ich mit A. in meiner Berliner Küche. Nummer zwei, Peter Jakob Kühns Klosterberg …

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Ein Teelicht für Trolle

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Herrje. Ausgerechnet am Beginn der besinnlichen Adventszeit scheinen die Zeit Online-Leser besonders wütend zu sein. Und so kleinlich! Das jedenfalls legen die Kommentare unter dem Sonntagsessen des indischen Blogs Cook’s hideout nahe. Ist Ghee vegan? Nussbutter? Butterschmalz? Ein chemisches Element mit vier Buchstaben? Anstatt sich mit solchen schweren Brocken den Magen zu verderben, empfehle ich, Süßes zu backen und ein Teelicht anzuzünden. Für ein bisschen mehr Wärme im kalten Netz.

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Liebe Maria

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Letztes Jahr ist meine Großmutter gestorben. Beim Sortieren ihres Nachlasses fanden wir ein Bündel Liebesbriefe .

„Es wird dir ja auch gehen wie mir, dass du dich einsam fühlst. Es waren doch herrliche Tage und schöne Abende, wenn ich bei dir sein konnte.“

Der unbekannte Verehrer war ziemlich hartnäckig, trotzdem hat sich die damals neunzehnjährige Maria für einen anderen entschieden.

„Ich habe dir in letzter Zeit wenig oder bereits gar nicht mehr geschrieben aus dem einen Grunde, weil ich spüre, dass es noch nicht die richtige Liebe ist. Ich kann nicht anders als tun, wozu mich mein Herz drängt.“

Abgesehen von diesen Briefen und so unromantischen Dokumenten wie Kontoauszügen und Todesanzeigen umfasst Marias Nachlass auch die losen Seiten eines knapp hundert Jahre alten Backbuchs von Dr. Oetker. Eines der Plätzchenrezepte habe ich für Zeit Online abgetippt.

Ich stelle mir vor, wie meine Nachkommen sich später mal durch meine Rezeptsammlung wühlen. Bis auf wenige Ausnahmen ist sie digital, in Form von Foodbloglinks, iPhone-Notizen und Wunderlisten. Das macht es einfacher, aber auch weniger magisch. So, als vergleiche man Tinder-Chatverläufe mit Omas handgeschriebenen Liebesbriefen.

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Trotzdem Kürbis

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Wahrscheinlich muss man Pumpkin Spice uncool finden. So wie Weihnachtsmarktglühwein, Soja Latte, Buddha Bowls und Kurztrips nach Paris. Sorry, aber finde ich alles super. Ausnahmsweise richte ich mein Fähnchen gegen den Wind. Von den letzten vier Kuchen, die ich gebacken habe, enthielten drei Kürbis. Auf meiner Liste ganz oben steht dieser hier. Vorschläge für die vier Gänge davor liefern Shanna und Tim von Food loves writing in ihrem Thanksgiving Sonntagsessen.