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Absolutely nothing that day

But we did nothing, absolutely nothing that day
And I say, what the hell am I doing drinking in L.A.

It never rains in Southern California? Stimmt gar nicht, ein paar Tage vor meiner Ankunft hat es ziemlich viel geregnet. Am Sonntag hingegen ist das Wetter in Los Angeles so, dass es in Berlin schon beinahe als Sommer durchginge. Ideal also, um den Abbot Kinney Boulevard entlang zu flanieren, der wiederum Berliner Hipsterstandards genügt.

Der Kaffee bei Inteligentsia Cafe hat für meinen Geschmack zu viel Säure, aber wahrscheinlich trinkt man da auch keinen Cappuccino, sondern Filter, I know. Von dort sind es nur ein paar Schritte zu Gjelina, einem der vielen Tipps auf meiner Liste. Mit Jetlag darf man auch nachmittags noch frühstücken, weshalb ich mich für die pochierten Eier mit Bohnen, Shiitake Pilzen und Salbei Pistou entscheide. Sehr kalifornisch, dass als Beilage kein Brot kommt, sondern Dinkel. Die Buchweizen Pancakes der Nebensitzer sehen so, so gut aus – aber gleich nebenan gibt es bei Salt & Straw Ice Cream offensichtlich mit die beste Eiscreme der Stadt, und wie könnte man den Sommerbeginn würdiger zelebrieren? Die sehr geduldigen, sehr netten Mitarbeiter (OMG, alle in Los Angeles sind SO nett) lassen einen Sorte um Sorte probieren. Meine Wahl fällt auf Salted Malted Chocolate Chip Cookie Dough, gegen das Ben & Jerry‘s so kreativ wirkt wie ein deutscher Socken-in-Sandalen-Tourist, und Cupcake Royale‘s Salted Caramel Cupcake, dessen Wortwitz ich nicht verstehe, das aber awesome schmeckt (alle sagen awesome, die ganze Zeit).

Dann Daytime Drinking in L.A.

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Fauna auf dem Abbot Kinney Boulevard

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Pochierte Eier mit Bohnen, Shiitake Pilzen, Dinkel und Salbei Pistou

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Good stuff from Salt & Straw

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Venice Beach

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Rauchzeichen

Fun Fact: Das absolut überflüssige, exorbitant überteuerte Ice Hotel ist gesetzlich verpflichtet, in seinen Iglus Rauchmelder anzubringen. Überall sonst im schwedischen Teil Lapplands ergeben die durchaus Sinn. Wenn ich ein Souvenir von meiner Reise mitgebracht habe, dann den Rauch in meinen Haaren, meiner Fellmütze, meinem Eisprinzessinenmantel. Warum dieser Rauch oftmals ein köstlicher ist, habe ich für Effilee aufgeschrieben.
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Der Faulste rührt den Plent

Es soll Leute geben, die Polenta deshalb nicht kochen, weil sie keine Lust auf eine Stunde Umrühren haben. Quatsch, sagt der grundsympathische Franz Mulser, den Maisbrei könne man gut sich selbst überlassen. Schließlich heißt es in seiner Heimat Südtirol: „Der Faulste rührt den Plent.“ Für den Standard habe ich Franz beim Nicht-Rühren zugeschaut. Das Ergebnis war so köstlich wie der anschließende Kaiserschmarren. Und der später folgende Schnaps. Kurzum: Die Gostner Schwaige lohnt jeden Umweg.

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Ottos im Geiste

Vadim und Jan haben etwas gemeinsam: die Wertschätzung für hochwertige Produkte und seit Kurzem auch ein Pop-up-Restaurant. Bestellt wird à la Carte; die Portionen sind passend zum Teilen mit Freunden. Pflicht ist das Beutebrot der Bäckerei Domberger mit Koji-Butter und Pickles, dazu auf Wunsch ein Solei. Weiter geht es mit Wildschwein-Tatar und geräuchertem, in Spitzkohl eingewickelten Stör, dazu ein Dip aus gebeiztem Eigelb. Das ist deutsches Comfort Food in Vollendung. Ebenso die Rote Bete mit Schlehe, Oxalis und Rahmjoghurt, die nicht nur aussieht wie abstrakte Kunst, sondern auch formvollendet schmeckt. Durch alle Gerichte zieht sich Vadims Herzensthema Fermentation – im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin experimentiert der 27-Jährige mit dem, was Brandenburg liefert. Unbedingt Platz lassen sollte man für den Dörrpflaumen-Kuchen mit schwarzer Walnuss. Der temporär vom Wagner Cocktail Bistro freigestellte Jan Hugel versorgt uns dazu mit grandiosen deutschen Naturweinen. Otto heißt dieses Pop-up übrigens, weil Vadim und Jan auch diesen Vornamen teilen. Regionalität hat selten besser geschmeckt.

(erschienen bei Cee Cee)

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Rote Bete mit Schlehe, Oxalis und Rahmjoghurt

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Heumilcheis

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Gegrillter Bachsaibling mit Kräutern und Garum-Vinaigrette

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Jan Hugel und Vadim Otto Ursus

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Bruderliebe

Mit Liebe geschmierte Butterbrote in einer Küche, die zweite Heimat sein könnte, wenn sie nicht in der falschen Stadt wäre. Danke, Bruder.

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Butterbrot, mit Liebe geschmiert

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Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

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Glückskeks ade

Chinesische Küche heißt Wan-Tan-Suppe, Frühlingsrolle und Chop Suey? Von wegen. Für Zeit Online habe ich Tausendjährige Eier, essigmarinierte Aubergine und Brandenburger Karpfen im Shanghai-Stil entdeckt.

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Ein Frühstücksei der besonderen Art beim Sonntagsbrunch von Made in China

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Hart nobel

Genau genommen war ich nicht am Sonntag essen im Nobelhart & Schmutzig, sondern einige Tage vorher. Dieses Foto immerhin ist am letzten Tag der Woche entstanden. Leider herrscht bei Billy Wagner nämlich strengstes am-Telefon-rumspielen- und Kameraverbot. Hat man sich einmal gefügt, macht es großen Spaß, nicht nur „sein Essen mal wieder anzufassen“, sondern auch „Erinnerungen zu schaffen, keine Fotos.“

Das Foto zeigt deswegen das Menü des Abends, das für mich ein komplett vegetarisches war, für meine Begleitung nur aus einem Fleischgang bestehend, und es fehlte uns an nichts. Auch nicht an der durchdachten, überraschenden Weinbegleitung (Lambrusco als Aperitif, Bier zum Senf-Ei, Cidre zum göttlichen Fake-Giotto) und der frech als Zwischengang geleerten Flasche Pyramide Purus von Weingut Rita & Rudolf Trossen. Außerdem auf dem Foto zu sehen ist die sogenannte Wegzehrung, Krokant in Form einer Vagina. So nobel kann die Welt meinetwegen zu Grunde gehen.

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Ein Grund für Wintersport

… ja, einen gibt es. Es ist der Germknödel, jener vor Stolz platzende Hefekloß mit Powidlfüllung, der auf einem Butterbett ruht oder, wie im Schnitzelpuff, in ein Mäntelchen aus Vanillesoße gehüllt ist. Letzteres kommt mir und meinen Wiener Freunden etwas eingedeutscht vor, aber eh okay. Für das Tagesspiegel Winterheft habe ich meinen Mehlspeisenteller so leer …

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Manhattan ist eine Insel

… und zwar das nordfriesische Föhr. Dort jedenfalls bekommt man den gleichnamigen Drink an jeder windigen Ecke ausgeschenkt. Erfunden wurde er im gleichnamigen New Yorker Stadtteil, eher nicht von der Mutter eines späteren US-Präsidenten, weil Alkohol und Schwangerschaft auch vor hundertvierzig Jahren keine gute Kombination war. Die Whiskeyvariante „Manhattan ist kein Stadtteil“ wiederum gibt es in Luzern. Verwirrt? Abhilfe schafft die neue Folge der Absacker-Kolumne auf Zeit Online.

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Alle mal kleckern!

… nur dann macht Essen Spaß, findet Vadim Otto Ursus. Für die Welt am Sonntag habe ich mit dem Nachwuchskoch über Pilotwalschinken gesprochen, der nach Nasenblut riecht, über Wildschwein-Tatar auf Abendgarderobe und die Zitronen Brandenburgs. Was Journalisten noch so alles wissen wollen: Er ist 1,87 groß.

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Statt Valium

Berge sind mein Sedativum. Nirgends ist die Luft klarer, der Himmel weiter (von wegen Meer), der Kopf freier. Nie schmeckt Alpenküche besser als nach einer siebenstündigen Wanderung.

Das Schlernhaus – Rifugio Bolzano kann ich nur bedingt empfehlen. Zwar sieht es von außen aus wie eine Wes-Anderson-Kulisse und serviert die Südtiroler Nationalnachspeise Buchweizentorte, dafür für Vegetarier kaum Spannenderes als Spaghetti mit Tomatensoße.

Viel, viel besser hat es einige Tage zuvor auf dem Patscheider Hof geschmeckt, dessen Knödel einen eigenen Blogeintrag verdienten. Leider kann man rund um Bozen eher spazieren gehen als wandern. Und Winzer besuchen.

Später am Abend mit Blick auf den vor dem Fenster unserer Ferienwohnung aufragenden Schlern ein Glas Martin Gojer, der mit seiner Freundin Marion das Weingut Pranzegg betreibt, und eines von Urban Plattner, dem Mann hinter dem Weingut In der Eben. Die ein oder andere Flasche schafft es sicher nach Berlin. Ersatzweise funktioniert Wein als Sedativum nämlich auch ganz gut.

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Auf dem Gipfel des Plattkofel

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In den Dolomiten

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Winzig kleine Wanderer

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Old Cat Gentleman

Ein Hausmann, der sich nach dem Bügeln mit in Alkohol getränkten Feigen belohnt, und zugleich der beste Koch Großbritanniens: Für den Standard habe ich den großartigen Nigel Slater getroffen.

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Nigel Slater im Garten des Literaturhauses Berlin

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Das bisschen Haushalt

… schafft Nadine Levy-Redzepi mit links. Drei Kinder, ein Mann, eine Mama, außerdem ein Job in einem der besten Restaurants der Welt. Ganz nebenbei kocht Levy-Redzepi Abend für Abend Gerichte wie Topinambur-Mandelmilchsuppe und Vanilleeis mit Lakritzstaub. Und schreibt Bücher darüber. Und reist mit ihrem Mann René Redzepi um die Welt. Für Rondo habe ich mit ihr ein Videotelefonat geführt, bei dem sie, kein Scherz, Fahrrad fuhr.

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Nur wenn er glühet, labet der Quell

Bereits Friedrich Schiller wusste die beruhigende Wirkung eines Punschs zu schätzen. Insbesondere die Weihnachtsfeiertage lassen sich mit einem kleinen Schwips ja viel angenehmer durchleben als ohne. Klar, dass der Dezember-Absacker ein Punsch sein muss. Ausgedacht hat ihn sich Sven Riebel vom Frankfurter Seven Swans and the Tiny Cups. Sein Rezept eignet sich auch gut für eine Silvesterparty mit fünfzig Gästen.

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Statt Après Ski

Das einzig Blöde am Wandern ist ja, dass es kein Après Ski gibt. Wir essen stattdessen Polenta (weil ich für DER STANDARD über Polenta schreibe), eine Käseplatte, Kaiserschmarren und Zwetschgenknödel (weil Mehlspeisen aus Sonntagsmüden Gipfelstürmern machen) auf der Gostner-Schwaige Alpe Di Siusi. Franz Mulser weiß, was er tut, und kauft seine Polenta unweit von Trient. Anschließend serviert er aphrodisierenden Kräuterschnaps, eine gute Alternative zum Après Ski.

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Franz Mulser und sein aphrodisierender Kräuterschnaps

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Polenta mit Wildblumen

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Kaiserschmarren

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내 부엌에 오신 것을 환영합니다

Für das koreanische Boouk Magazine habe ich einen Text über meine Küche verfasst. Wer kein Koreanisch kann, findet hier die englische Version.

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Welcome to my kitchen – where magic happens. At least sometimes. Well, let’s say from time to time. As a food and wine journalist I also love to cook (which is not as obvious as it might seem), and even more to bake. I especially enjoy preparing cheesecakes, the Austrian specialty Linzer Torte, and everything with poppy seeds in it. Admittedly, my cooking and baking style is quite random. On one hand, I’m super organized, that’s why my kitchen is always clean as shit. On the other hand, I’m too impatient to prepare everything beforestarting (mise en placeit’s called) plus I tend not to read recipes fully before I begin, which often leads to some kind of disaster. Luckily, I’m able to laugh at myself most of the time. When I cook I like listening to music, especially house and Austrian cloud rap. What do I cook the most? I make all kinds of Italian dishes, from caponatato veggie-lasagnato risotto. I’m a big fan of my gas oven, although things tend to burn too quickly, which is bad for someone like me who always gets distracted while cooking (that’s why I got rid of my smoke detector).

For me, my kitchen has a perfect shape. No strange corners for garlic skins to disappear and enough space to host at least four guests. Apart from that, it’s bright and has a very nice view: straight into the kitchen of Rutz, a great wine bar and fine dining place across the street. 

As frequent traveler, my kitchen is packed with lots of stuff from abroad. Fish sauce from Bangkok, coffee from Vietnam, olive oil from Crete, saké from Tokyo, vermouth from Mallorca, vinegar from Vienna (where I lived for two years) and wine from all over the world. Right now, I’m totally entranced by natural winemakers from Burgenland, an eastern part of Austria. Judith Beck, Claus Preisinger, Renner Sistas, Gut Oggau, and Alexander Koppitsch, just to name a few, and by winemakers from the Loire, like Laurent Saillard, for whom I helped harvest this past summer. That’s why my wine shelf is quite well equipped. Right now, half of my “wine cellar” is located on that shelf, the other half in the corner next to the fridge. No photos, sorry. As a grown-up lady, I will someday buy a serious wine fridge, but for now, my decanter is enough adulthood. I also like cocktails, which explains my equally well-equipped bar corner. Of course, I can offer my guests a proper Negroni at any time. Well, maybe without fresh orange zest, but with fancy ice cubes. In my fridge you always find fresh milk and cheese (preferablyburrata), eggs, butter (one of my favorite comfort foods with fresh bread and sea salt), fresh lemons (first action in the morning: having a glass of hot lemon juice…they call it detoxing) and the basic stuff like curry paste, soy sauce and maple syrup. Unfortunately, my freezer is tiny, which prevents me from preserving a lot of food. Recently, I tried to ferment some vegetables, which turned out to be trickier than I thought it would be. So, I have no jars (in Germany we call them Einweckgläser) with delicious homemade stuff at the moment. My cupboard is full of sweets like chocolate (I highly recommend the Austrian label Zotter), coffee beans (sometimes from great Berlin rosters like Five Elephantand Bonanza), pasta (a favorite comfort food as well) and loads of different varieties of nuts.

I love fresh flowers, especially in the kitchen. Unfortunately, I don’t have a green thumb. My basil never survives longer than a few days. The fish prints hanging on the wall belong to a friend of mine who moved to Tokyo. My plan is to complement them with photographs of the mountains from my close friend Martin. Although I’ve been living in Berlin for almost eight years, I’m craving nature lately. Looking at mountains is my tranquilizer, even if it’s just a photo. The oven mitts are a present from my friend Anna. She stitched the word Füchsinon them, which is the German translation for a lady fox (I love foxes). The chef’s apron is a present from two Slovenian bloggers I recently interviewed. Naturally, I am the proud owner of a huge collection of cookbooks. So huge in fact, that the shelf on which they once stood plunged from the wall. That’s why I keep them in my bedroom now. Some of my all-time favorite writers and books: Nigel Slater, Hemsley and Hemsley, Anna Jones, Guerilla Bakery and the German food bloggers Krautkopf.

These days I don’t cook that often, considering I have dinner out several times per week (my top recommendations for Berlin are Nobelhart & Schmutzig, Wagner Cocktail Bistroand Standard Pizza). However, I love hosting friends, cooking several courses for them plus serving wines pairings. It’s also the perfect occasion to use my ice cream machine. To be honest, I’ve got quite a lot of silly kitchen gadgets. A sous-vide something, which I never use, as well as a steamer. A kitchen thermometer, a waffle iron, a soda machine, thousands of wine glasses that don’t match. Did I already mention that I love wine? I would love to buy some Zaltoglasses (for me, they are the most elegant). However, there fucking expensive, more than 55 US Dollars per piece. Not a good idea if you are too goofy to clean them properly. Some people despise microwaves, but I don’t. When I cook, there are always some leftovers. Why not heating them up quickly? Another kitchen machine that is definitely worth its price is the dishwasher. I only bought it a few months ago – surprisingly, as I hate cleaning the dishes by hand. And, of course, my coffee grinder and my BialettiMoka pot. Sure, it would be nice to have a super fancy high-end barista thing, but at the end of the day I spend all my money on other stuff, above all for excellent ingredients, organic whenever possible. In my opinion, everyday cooking is not a big deal if you have good ingredients and if you either follow the instructions of a good recipe properly orif you are a natural talent in improvisation orif you have read Samin Nosrat’s fantastic book Salt, Fat, Acid, Heat. If not, do it the Eva way: cook, fail, eat, repeat. And laugh.

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JWD

Es gab wieder Ameisen. Bevor Otto Ursus jedoch reduziert wird auf den „Typ mit den Ameisen“, schreibe ich ganz schnell viel Gutes, das nichts mit Insekten zu tun hat.

Zum ersten Mal habe ich ihn bei seinem Pop-Up-Dinner im Wagner Cocktail Bistro in Aktion erlebt. Allein sein damals servierter Saiblings-Taco mit fermentiertem Eigelb hatte für mich das Zeug zum Signature Dish.

An diesem Sonntag hat Vadim im MARS I Küche & Bar gekocht. Los ging es mit einem Aperitif aus Craft Beer und Waldmeister, sozusagen einer Berliner Weiße in „trinkbar“, die ganz gut zeigte, wohin die Reise geht: ein Stück aus der Hauptstadt raus, allerdings nicht bis nach JWD. Im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin hat sich Vadim eine Versuchsküche gebaut, wo er mit Fermentationstechniken experimentiert und mit dem, was Brandenburg ihm gibt.

Zu selbstgerechten Mixed Pickles gab es wieder das herrliche Beutebrot von Domberger Brot-Werk GmbH & Co KG. Natürlich mit viel Butter! Es folgten Soleier mit Pfifferlingsmayonnaise und mit verkohlter Zwiebel bestäubte Schwarzwurzeln mit Nussbutter, ein auf den ersten Biss simples Gericht, das in all seiner technischen Präzision (ich meine: verkohlter Zwiebelstaub!) ein Kindheitswohlgefühl schaffte, was bei vielen technisch präzisen Gerichten leider nicht der Fall ist. Der folgende in Salzlake gegrillte Bachsaibling war nussbutterzart, die Crème Fraîche auf Wunsch mit Ameisen besprenkelt.

Bei Eis liegt meine Messlatte ziemlich hoch. Was es Schlechtes über das Rohmilcheis mit Holunderbeere und Pflaumenkern zu sagen gibt: Dass so wenig davon auf dem Teller war. Dafür kam ich beim zweiten Dessert auf wundersame Weise zu einer doppelten Portion. Das Dinkel-Koji-Konfekt mit Kirschhaut und Topinamburblüte war eine Herausforderung für angehende Zutaten-Rate-Profis: Eis, Crunch, süß, Umami, ein bisschen Weingummi. Ich jedenfalls wäre nicht drauf gekommen.

Wie Vadim auf solche Ideen kommt, was er in seinem persönlichen JWD macht und warum man sich seinen Namen merken muss, und zwar nicht als den Typ mit den Ameisen, steht dann bald in der WELT.

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Heute

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Beutebrot und Mixed Pickles

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Soleier mit Pfifferlingsmayonnaise

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Mit verkohlter Zwiebel bestäubte Schwarzwurzeln mit Nussbutter

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In Salzlake gegrillter Bachsaibling

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Rohmilcheis mit Holunderbeere und Pflaumenkern

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Dinkel-Koji-Konfekt mit Kirschhaut und Topinamburblüte

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Der Schmarren des Lebens

Eine Kaiserschmarren-Masterclass in Berlin? Ja, meine lieben österreichischen Freunde, das geht, wenn es Willi Schlögl ist, der sich der Sache annimmt. In seiner Bar Freundschaft hat er versucht, ein Tausend-Kalorien-Gericht zu kochen. Hauptsache mit viel Butter! Johannes „Schelli“ Schellhorn, der den Zwetschgenröster hätte machen sollen, war leider nicht dabei. Was es braucht für das vollkommene Mehlspeisenerlebnis und was man dazu trinkt, habe ich für den Standard aufgeschrieben.

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Kaiserschmarren, the perfect one

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Der Soundtrack kommt natürlich aus Wien

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Schelli war nicht da, hat aber den Ruster Ausbruch kaltgestellt

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Der Ernst des Essens

Der perfekte Sonntag…war in diesem Fall ein Freitag. Ich habe aufgehört die Tage zu zählen, wie lange ich schon beI Ernst essen will, und es einfach getan.

Das Menü bestand aus 35 Gängen. Dylan Watson-Brawn arbeitet mit hochqualitativen Zutaten, die nicht, wie von mir angekommen, aus dem Berliner Umland stammen, sondern von dort, wo sie seiner Meinung nach am besten sind. Der Tintenfisch zum Beispiel kam an diesem Tag von einem Anfang zwanzigjährigen, bretonischen Fischer. Storytelling spielt bei dieser Art Essen eine wichtige Rolle. Nicht immer ist es dem Endergebnis aka Genuss zuträglich, aber ein steigendes Bewusstsein für die Herkunft und den Herstellungsprozess von Lebensmitteln auf jeden Fall begrüßenswert. Auf diese hochqualitativen Zutaten wendet Watson-Brawn dann japanisch inspirierte Techniken an, viel Dashi, viel Kombu, vor allem aber strengste aromatische Reduktion.

Dass sein Stil polarisiert, wusste ich vorher schon. Einige Gerichte bleiben präsent, etwa die Ricotta-Kohl-Ravioli mit gegrillter Kamille, die grünen, sieben Mal blanchierten Walnüsse in Mandelmilch und der am selben Tag produzierte, Heu-geräucherte und mit griechischem Olivenöl beträufelte Käse aus Seewalde. Leider ist mir der Name des Erzeugers abhanden gekommen, was ganz gut mein Problem dieses Abends veranschaulicht. Fotografieren mit zwei elektronischen Geräten, den schnell vorgetragenen Ausführungen der Köche zuhören, Notizen machen, eine Unterhaltung mit dem Gegenüber führen (das ein Nebendran ist, weil Ernst das Chef‘s Table-Prinzip verfolgt), teilweise grandiose biodynamische Weine trinken (Favorit: 2016 Savagnin Autrement von Domaine de Saint Pierre) UND essen, auch wenn es oft nur ein Bissen ist, das schafft kein Mensch. Nach etwa der Hälfte der Gänge riet man mir, mich auf die Teller zu konzentrieren, außerdem wurde mir eine detaillierte Auflistung in Aussicht gestellt. Toll, dachte ich mir, und legte den Stift weg. Am Ende des Abends kam ein Zettel mit jeweils einem Wort pro Gang. Vielleicht gehört auch das zum Ernst-Konzept: die japanische Fokussierung auf den Moment, die Akzeptanz von Vergänglichkeit.

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Dylan Watson-Brawn in seinem Element

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Champignon-Tartelettes

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Lieblingsgang: siebenfach blanchierte Walnüsse in Mandelmilch

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Radieschen

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Der flüssige Favorit des Abends

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Viele Köche verderben nicht den Brei

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Als wäre der Kühlschrank niemals erfunden worden

Jeder kann zur Zeit von einem Fermentationsexperiment erzählen. Ich hab mich an Kimchi versucht (bisschen salzig, aber besser als die meisten Fertigprodukte), an Karotten (aus Ekelgründen vorzeitig abgebrochen) und einem Zucchinichutney (da ist sozusagen noch Luft nach oben). Andere wissen von explodierenden Weckgläsern zu berichten. Fermentation ist einer der wichtigsten Trends in der gehobenen Gastronomie ebenso wie in privaten Küchen. Köche auf der ganzen Welt greifen auf das Wissen ihrer Großmütter zurück, ganz so als wäre der Kühlschrank niemals erfunden worden. Für Zeit Online habe ich Markus Shimizu von Mimi Ferments besucht und in einige andere Vorratskammern geschaut.

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Lucky me

„Attention, vendages – Vorsicht, Weinlese“ steht in Weinregionen wie der Loire auf Straßenschildern geschrieben. Pourquoi ça?

Es ist nämlich so: Traubenlesen ist zwar manchmal anstrengend, aber auch meditativ, mit viel Zeit für gute Gespräche mit dem Gegenüber. Es herrscht eine Mischung aus Hippie- und Anarchiestimmung, alle teilen alles und verloren geglaubte Dinge (Regenjacken, Kameradeckel, Hipsterjutebeutel) kommen ganz sicher zurück.

Wer viel arbeitet, muss natürlich gut essen. Das zweite Frühstück wird im Weinberg eingenommen, Brot, Käse, Auberginenpaste, Muffins, manchmal ein Pain au chocolate und Pet Nat aus Espressotassen. Mittags und abends gibt es zum obligatorischen Wein – La Pause etwa oder Lucky You – vegetarische Gerichte aus lokalen Bioprodukten, mal französisch, mal Italienisch, mal armenisch, je nachdem, wer aus dem Team gerade im Küchenplan steht. Manchmal sogar Hipsteressen wie Quinoa-Salat mit Superfoods, dazu passt der Hipsterwein von Laurent Saillard (Zitat Laurent Saillard) natürlich sehr gut.

Nach Feierabend gehen alle zusammen im Fluss baden. Später wird gefeiert, gegessen, getrunken, gesungen, getanzt und diskutiert, auf Denglisch, Franglaise oder etwas ganz anderem. Am Wochenende helfen sich die Ernteteams befreundeter Winzer ohne Lohn gegenseitig aus, anschließend gibt es ein großes Erntefest, das vom Mittag in die Nacht übergeht. Viele Magnumflaschen auf dem Tisch.

Hoffentlich wird man in einigen Monaten über den Wein sagen können: Es war ein gutes Jahr. Auf die Weinlese in Pouillé trifft das definitiv zu. Lucky me, dass ich dabei sein konnte.

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Persönlichkeitsrechte wahren

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After Work Bad in der Cher

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Wortspiel auf Französisch

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Passt schon

Zwei Männer, zwei Städte, kein Hexenwerk: Vor zehn Jahren wurde der Gin Basil Smash erfunden. Joerg Meyer von der Hamburger Bar Le Lion reklamiert die Idee für sich. Hariolf Sproll von der Blaupause in Ulm entgegnet, er sei mit einem ähnlichen Drink ein paar Wochen früher dran gewesen. Wenn zwei sich streiten, freuen sich alle Liebhaber eines erfrischenden Drinks auf Gin-Basilikum-Basis. Meyer sagt: „Ist ja kein Hexenwerk.“ Sproll sagt: „Passt schon.“ Wir gratulieren!