Alle Artikel des Monats: Januar 2015

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R.S.V.P. – Cocktailparty in der Abrissbude

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Die leider in Vergessenheit geratene Cocktail-Party: da denke ich an den Großen Gatsby, an zierliche Charleston-Kleider, Straußenfedern im Haar, Einstecktuch bei den Herren. An Whiskey-Tumbler und Kristallschalen, an aufgespießte Oliven und Silberlöffel. Eingeladen werden die Gäste per handgeschriebener Postkarte, mit der Grußformel R.S.V.P. oder, eine Nummer kleiner, u.A.w.g. Eine Cocktailparty ist die erwachsene Version des …

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Jubel, Jubel, Heiterkeit

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Jubel bedeutet dem Duden nach ”Offenbarung von großer Freude”. Manchmal genügen dafür Kleinigkeiten wie ein Windbeutel mit Estragon und Pflaume. Lucie Babinska und Kai Michels sind die Inhaberinnen der Pâtisserie Jubel. Lucie ist gelernte Hotelfachfrau, Kai Konditormeisterin – sie hat vorher unter anderem im Adlon und der Weinbar Rutz gearbeitet. Im September 2014 haben sich die beiden ihren Traum vom eigenen Geschäft erfüllt. In ihrer Vitrine warten seither Sanddorn-Tartelettes mit Quark und Haferflocken, Ziegenkäsetörtchen mit Zitrone und Kresse sowie Klassiker wie Carrotcake, Cheesecake und Opéra-Schnitte in Miniaturform. Die kleinen Portionen dienen nicht unbedingt dazu, Kalorien einzusparen, sondern um möglichst viel kosten zu können. Auf saisonale Gegebenheiten wird Rücksicht genommen: Himbeeren im Herbst kommen nicht in die Küche.Stattdessen wird bei sinkenden Temperaturen Crumble serviert. Außerdem will das Duo sein Cateringeschäft ausbauen. Jubel-Naschwerk kann man sich aber schon jetzt nach Hause liefern lassen oder in niedlichen Boxen als Törtchen-to-go erstehen. Wer es nicht ganz so eilig hat, bleibt vor der blaugefliesten Wand sitzen, bestellt einen Kaffee aus Bohnen der Bonanza-Rösterei und schaut aus dem mit unzähligen Glühbirnen geschmückten Fenster.

Via Cee Cee.

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Hipp-hipp…

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… hurra!

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Die mörderische Frage, welcher Artikel zu benutzen ist

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Je exquisiter der Ort, desto raffinierter seine gesellschaftlichen Codes. Anders als in sogenannten Szeneclubs selektieren Restaurants ihre Gäste nicht an der Tür. Umso mehr kommt es drinnen auf die feinen Nuancen an. Ganz besonders in Berlin, wo alle gleich sind, aber manche gleicher. Nirgends wird das ersichtlicher als im Grill Royal. Die erste Tücke lauert in …

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„Ich kenne keinen“ – Ein paar Worte zum Marmeladenmann

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In ihrer Kolumne „Wochenmarkt“ stellt Elisabeth Raether im Zeit Magazin jede Woche simple, für jedermann Erfolg versprechende Rezepte vor. Neulich kochte sie Marmelade. Eher beiläufig bemerkte sie, keinen Marmelade kochenden Mann zu kennen. Keinen. Eine Woche später berichtete sie an der selben Stelle von der überwältigenden Resonanz auf ihre Marmeladentheorie. Niemals habe sie so viel …