Alle Artikel des Monats: Mai 2015

k
Artikel

Die zukünftige Arbeitslosigkeit der Pizzaboten

Hinterlasse eine Antwort

Bald ist der Beruf des Pizzaboten ausgestorben und die DHL muss neue Arbeiter rekrutieren, um all die Fresspakete, sorry Kochboxen an all die Berufstätigen auszuliefern, die keine Zeit zum Einkaufen, aber große Lust auf Kochen haben. Diesen Eindruck erwecken zumindest die wie aus dem Boden sprießenden Kochbox-Startups. Nach Fresh Parsnip und Kuchimi ist Marley Spoon …

Artikel

Gin-Gin, Chin-Chin!

Hinterlasse eine Antwort

Manchmal ist selbst der Weg zur Lieblingsbar zu weit. Die Lösung liefert Drink Syndikat, eine monatlich wechselnde Box mit den Zutaten für sechs klassische Cocktails. Lieferbar sind diese Highballs entweder einzeln oder im günstigeren Abo. Mit jeder Ausgabe steht eine andere Spirituose im Fokus. Im April war es Barbados-Rum und Sloe Gin, im Mai Zwetschgenbrand. Dank simpler Schritt-für-Schritt-Anleitung können selbst Cocktail-Laien daraus einen Tesla San und einen Damson Blossom zaubern. Für das Design ist die Agentur Caspar Heinemann verantwortlich, die der Pappbox ein schönes Innenleben und den Apothekerfläschchen detailverliebte Etiketten verpasst. Deren Inhalt wird sorgfältig ausgewählt. So kommt etwa der Gin von einer kleinen Destillerie in Niedersachsen und der Dezember-Wermut aus dem Schwarzwald. Ganz nebenbei erfährt der Trinkende etwas zur Geschichte des Stoffs in seinem Glas. Auf solche Details legt Erik Pfauth, der Kopf hinter dem Drink Syndikat, großen Wert. Früher war er bei gemeinnützigen Organisationen für Klimaschutz tätig, heute kümmert er sich auf andere Weise um das Gemeinwohl der Menschheit.

Via Cee Cee.

Foto 2
Artikel

Anleitung zum Vegetarier sein

Hinterlasse eine Antwort

Obwohl ich in dieser Woche sicher zwanzig Stunden im Theater verbracht habe, bleibt dieser Abend in Erinnerung. Bei „Welcome to Germany“, einer Arbeit des Performancekollektivs Monster Truck, sitzt das Publikum an Biertischen auf einer kreisförmigen Bühne, eingefasst von einem zünftigen Bayern-Panorama. Wer schon mal auf der Wiesn war, wähnt sich in München. Zwei stramme Burschen in Lederhosen knallen jedem Zuschauer eine Wurst auf den Tisch. Ich sage „Nein danke, ich essen kein Fleisch“, die Wurst bleibt stehen.

Dann wird es dunkel und eine Frau im Hygieneanzug betritt die Szene. Von der Decke senkt sich ein Fleischerhaken herab, daran baumelt ein totes Ferkel. In den folgenden zwanzig Minuten zerlegt die Frau dieses Schwein mit kalter Präzision; „fachmännisch“ lautet die Vermutung von jemandem, der noch kein Schlachthaus von innen gesehen hat. Währenddessen, und das ist natürlich ein herrlich physischer Theatermoment, stinkt die Wurst auf dem Pappdeckel vor sich hin.

Für Leipziger Intendanten reicht so eine Sauerei, um ein Stück nicht zur Aufführung zu bringen, Berliner, die im Theater eben noch brennende Briefe gesehen und Kalkbrenner gehört haben, bleiben gefasst.

FullSizeRender-1

Lieber die Wurst auf dem Teller…

FullSizeRender

… als das Schwein auf der Bühne?

FullSizeRender-3
Artikel

So schmeckt Havanna

3 Kommentare

Fangen wir mit etwas Positivem an. Lieblingsort I in Havanna: die Dachterrasse des Hotel Ambos Mundos. Perfekte Sicht, laues Lüftchen, kleine Preise. Lieblingsort II: das El Escorial an der Plaza Vieja. Dessen siebzehn verschiedene Kaffee-mit-Schnaps-Kombinationen lösen bei dreißig Grad im Schatten zwar nur bedingt Begeisterung aus, dafür hat man auch ohne Dachterrasse den Blick auf einen …