Alle Artikel des Monats: Juni 2015

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Schluss mit dem Perfektionismus: Drei Grüße aus der fast veganen Küche

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In früheren, innerlich aufgewühlteren Zeiten fand ich Buchhandlungen schrecklich deprimierend. All die Klassiker, die man als kluger Mensch gelesen haben sollte! All die Standardwerke, Repertoiretitel, Must-reads und jeden Monat kommen zig neue hinzu! Wer so denkt, kann sich schon mal vormerken für einen Platz in der Burn-out-Klinik. Heute bin ich da großzügiger mit mir selbst, …

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Handgestrickte Marshmallows

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Der moderne Großstadtbewohner ist ein Romantiker. Wenn er es schon mit den zwischenmenschlichen Beziehungen nicht hinbekommt (Tinder), will er wenigstens bei seiner Nahrungsaufnahme sicher gehen. Schon vor einigen Jahren rollte hierzulande die Manufactum-Welle. Für Angehörige meiner Generation klingt schon der Slogan „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ wie ein Werbetexterwitz nach dem dritten Feierabendbier, …

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Eitrige – Liebe ist, wenn man es trotzdem isst

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Wien ohne Würstlbude ist wie Berlin ohne Currywurst. Am U-Bahnhof Eberswalder Straße bringt der Mutzenbacher-Imbiss seit letztem September ein Stück österreichische Esskultur in die Hauptstadt. Bereits seit 2012 betreiben Franz Steiner und Marcel Schnabel das gleichnamige Restaurant in Friedrichshain, von ihrer Street Food-Credibility kann man sich unter anderem auf dem Village Market in der Neuen Heimat überzeugen. Logischer nächster Schritt ist eine Würstlbude – stilecht ohne -e. Am Wiener Gürtel sind diese Buden Institutionen des Nachtlebens, weswegen auch der Mutzenbacher-Imbiss bis Mitternacht geöffnet hat. Je später der Abend, desto besser schmeckt die Käsekrainer – der Österreicher sagt „Eitrige“ dazu – eine knackige Wurst mit flüssigen Käsestückchen oder die Landjäger, eine getrocknete, haltbare Wurst und somit idealer Proviant für die kommende Nacht. Das Fleisch kommt direkt aus Franz’ Heimatdorf in Kitzbühel. Echte Prenzlauerberger greifen beim veganen Alpenburger zu oder bei den von den Piefkes zu unrecht verschmähten Mannerschnitten. Für spontane Feierlichkeiten hält der Imbiss Champagner bereit, eine Marotte, die man von Berlin-Touristen kennt, die Perlwein in Kombination mit Currywurst für eine Delikatesse halten. Dann doch lieber eine Bosna, eine Bratwurst, serviert mit Estagonsenf, Petersilie, Zwiebeln, Ketchup – und Currypulver.