Alle Artikel des Monats: März 2018

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Wedding im Wedding

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Dass Hochzeit auf Englisch Wedding heißt, ist natürlich ein schöner Zufall. Dort, in Berlins niemals trendy werdendem Viertel, befindet sich Dilekerei, ein Café mit angeschlossener Backstube, wo herrliche Hochzeitstorten entstehen. Für die FAZ habe ich mit dessen Besitzerin Dilek Topkara über Menemen und Pide gesprochen, über Marzipanblumen und die Unterschiede von Hochzeiten in Berlin und Wien  (im Palais Liechtenstein heiraten sie im Stil Marie Antoinettes, im Wedding im Fabrik-Look). Und was hält Topkara, die lange Zeit nebenberuflich als Fitnesstrainerin arbeitete, vom aktuellen Trend, auf Zucker zu verzichten? „Nichts.“

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Wurzeln für Papa

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Eigentlich wollte Lisana Hartl nicht im elterlichen Betrieb mitarbeiten (dessen Himbeersenf ich sehr empfehlen kann). Heute kann sie sich gut damit abfinden, schließlich bleibt noch immer genug Zeit für Gartenpflege und jene ihres eigenen Blogs Meine wilde Gartenküche. Nicht nur beruflich, auch privat versteht sie sich offensichtlich gut mit ihrem Vater, schließlich ist dessen Geburtstag Anlass für ein Fünf-Gänge-Menü. Zum ersten Mal in ihrem Leben kocht die Bloggerin ein Risotto aus Schwarzwurzeln. Da kann eine Menge schiefgehen, ist es aber nicht. Glückwunsch!

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Endlich mal ein guter Inder

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Klar kann man in Berlin zu Chutnify gehen. Oder in eines der vielen indischen Restaurants in London, von denen ich keines kenne. Oder halt nach Indien. Oder nach Bangkok zu Gaggan Anand. Um Authentizität geht es nicht bei dessen Dreißig-Gänge-Menü. Die hatte ich dafür bei  Thomas und Mathias Sühring, die wunderbare Gastgeber sind und echte Berliner. So kam es, dass ich in Thailands Hauptstadt die erste Curry-36-Tofuwurst meines Lebens gegessen habe. Wie das war, habe ich für Traffic News To Go aufgeschrieben.

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Heimat ist ein dehnbarer Begriff

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Deutschland hat jetzt sein Heimatministerium. Während viele über dessen Kernkompetenz rätseln, schmeißen andere einfach alles in einen Topf. Anastasia Franik von Sia’s Soulfood ist Griechin, lebt in Stuttgart und kocht trotzdem am liebsten Italienisch. Und das in einer Stadt, die eher bekannt ist für die Kehrwoche als für Multikulti. Ihr Sonntagsessen ist keiner speziellen Länderküche zuzuordnen und bietet umso mehr allen Heimatlosen eine Heimat.

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Herz, Liebe, Dankbarkeit

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Essen kommt von Emotion. Herzig geht es zu beim Sonntagsessen von Theresas Küche. Am besten gefällt mir die Stelle, an der sie ihre täglich Routine beschreibt: „Ich habe das große Glück, von zu Hause arbeiten zu können, und auch mein Mann arbeitet nur wenige Minuten von uns entfernt. Mittags essen wir gemeinsam, im Sommer draußen im Garten unter einem alten Pflaumenbaum.“ Klingt nach heiler Welt und so viel besser als Berichte über den Gang zur Kantine. Für mich jedenfalls ist Theresa Baumgärtner die weibliche Antwort auf Nigel Slater.

Winter im Burgenland
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Und immer lockt das Burgenland

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Pannonia meets Persia nennt Christina Basafa-Pal als Motto ihres Sonntagsessens. Pannonien heißt der Landstrich im österreichischen Burgenland, der viele, viele kulinarische Reize bereithält, etwa Gemüse vom Paradeiser-Kaiser, Sauerkirsch, Safran und Mandeln. Aus dem Iran stammt der Ehemann der Betreiberin des Blogs Steppe und Stadt. Ihr Hauptgang ist ein traditioneller Hühnereintopf in Granatapfel-Walnuss-Soße und wird mit burgenländischem Rotwein verfeinert. Den kann ich zu allen Anlässen uneingeschränkt empfehlen.

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Grün, grün, grün sind alle meine unbekannten Zutaten

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Grüne Soße? Ist selbst Nicht-Frankfurtern bekannt als etwas, das unter Umständen gut zu Kartoffeln passt. Von Tsampa hingegen hörte ich bei der Recherche dieses Sonntagsessens zum ersten Mal. Sabrina Sue füllt dieses geröstete, aus Tibet stammende Mehl in Wirsingpäckchen. Den Zeit Online-Kommentatoren schmeckt das mal wieder überhaupt nicht; einer verkündet gar „aus Trotz“ über so viel vegetarischen Schnickschnack zum nächsten Metzger zu eilen“. Ein anderer kramt ein Achtzigerjahre-Rezept vom großen Wolfram Siebeck heraus, wieder ein anderer gratuliert zum im Rezept verwendeten „Esslöffel Butter“. Warum nicht stattdessen die gute alte Grüne Soße?