Alle Artikel des Monats: Oktober 2018

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So blau, so blau

Manchmal sehen Dinge wirklich so aus wie im Fernsehen. Das Šoca-Tal etwa in der Netflix Serie Chef’s Table und insbesondere das poolblaue Wasser des gleichnamigen Flusses. In Kobarid, einem dünn besiedelten Teil Sloweniens, unweit der italienischen Grenze, betreibt Ana Roš gemeinsam mit ihrem Mann Valter Kramar das Hiša Franko. Kürzlich wurde es auf Platz 48 der besten Restaurants weltweit gekürt.

Was dort geschieht, ist wirklich jede Anreise wert. Nach dem „brutal-lokal-Prinzip“ bezieht Roš ihre Zutaten ausschließlich aus der unmittelbaren Region, eben jenes Šoca-Tals. Mittags habe ich die Forellen im Fluss schwimmen gesehen, abends lagen sie auf meinem Teller. Einer ihrer Mitarbeiter sammelt drei Mal pro Woche Kräuter, ein anderer kümmert sich um eine Ziegenherde, vieles stammt aus dem eigenen Garten.

Kramars Spielwiese ist der Wein- und Käsekeller. Bei ersterem setzt er fast ausschließlich auf biodynamische Produkte aus seinem Heimatland. Zurecht: Marko Fon, Aci Urbajs, Franco Terpin, Wine Estate Burja, Klinec Medana vino wine und Kmetija Štekar werde ich so schnell nicht vergessen. Als einer der ersten in der Region hat Kramar außerdem begonnen, mit dem Reifegrad von Käse zu experimentieren. Fermentierter Ricotta – eine Offenbarung.

Aus nachvollziehbaren Gründen war eines meiner Highlights des elfgängigen Menüs die Forelle mit wilder Wasserkresse, geröstetem Mohn und Bete in Tonkabohnenessig, ganz einfach weil mein Herz für Mohn und Tonkabohne schlägt. Und ich mich noch an das glasklare Wasser erinnere, in dem diese Forelle bis vor kurzem schwamm.

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Das Šoca-Tal sieht wirklich aus wie bei Netflix

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Ana Roš, ihr Hund Prince und der Aperitif im Hiša Franko

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Zu Besuch bei einem Schafzüchter

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Ana Roš in Funktionskleidung

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In Pauls Küche

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c) Martin Dziuba

Noch immer wohnen Paul & Perle nicht in derselben Stadt, was schade ist. Bis zur nächsten Ausgabe ihres Menüs bleiben immerhin die schönen Fotos, die Martin Dziuba Anfang 2017 in Pauls Küche aufgenommen hat. Damals wie heute lautet das Motto: „Schick in den April“.

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Spann das Cocktailschirmchen auf

Erinnert ihr Euch noch an die Sommerfeste der freiwilligen Feuerwehr, wo der fünfte Sex on the Beach die Kombination von Planschbecken und aufgeschüttetem Sand in eine tropische Fantasie verwandelte? An die Klassenreisen, auf denen es den Piña Colada praktischerweise in der vorgemixten Eineinhalbliterflasche gab? An Erbrochenes in der Farbe eines Sonnenuntergangs? Ich auch. Zeit, den Tiki-Drinks eine vierzehnte Chance zu geben. 

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Das weiße Glück

Kreta, die weiße Insel. Weiß ist das Zimmer, das Bett, der Morgenmantel im Abaton Island Resort & Spa. Weiß sind vor allem die Milchprodukte; Veganern würde ich die Reise hierher nicht empfehlen. Käse gibt es in Griechenland nämlich zu jeder Tageszeit. Morgens in Form von griechischem Joghurt (dem echten), Käsekuchen, mit Käse und Sirup gefülltem …

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Ordnung ist der halbe Kühlschrank

Rezepte fein säuberlich in Ordnern sortieren, das mag ich auch sehr gerne. Fettflecke und Eselsohren hingegen gar nicht. Eine Schwester im Geiste ist Emma Prolic, die beim Sonntagsessen das Rezept für eine spätsommerliche Feigentarte vorstellt. Ob sie dieses auch in einer Klarsichtfolie aufbewahrt?

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Einmal um die ganze Welt

… und die Taschen voller Rezepte, das beschreibt Sophie und Xenia von Oswald recht gut. In Berlin veranstalten die beiden Schwestern Foodevents und betreiben den lesenswerten Blog Rocket and Basil. Wo sie gerne essen gehen? Bei Lode & Stijn, Kin Dee, Mrs. Robinson’s und Kanaan. Wo trinken? In der Bar Zentral, bei Nathanja & Heinrich und Stagger Lee. Ihr Sonntagsessen?  Berberitzenfleischbällchen in Safrantomatensoße.

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From Düsseldorf with 懐かしいです

Düsseldorf, das war bislang für mich die Stadt mit dem verstörenden Bahnhofsviertel und den tollen Museen für zeitgenössische Kunst. Tatsächlich ist es auch diejenige mit der größten japanischen Community in Deutschland. Man sieht das zum Beispiel an den mit Kanji, den japanischen Schriftzeichen versehenen Zahnarztpraxenschildern. Ein angenehmer Nebeneffekt (und ein Trost für die Unansehnlichkeit mancher Ecken der …