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BBQ LOW

Unverhofft haben die Fleischliebhaber recht behalten. Beim veganen Barbecue in der Stattbar geht man hungrig vom Tisch. Schuld daran sind die langen Wartezeiten (in der Summe drei Stunden für drei Gänge) und die winzigen Portionen.

Schade, denn das Personal ist bestgelaunt, die Stimmung auf der halbzerfallenen Terrasse mit den bunten Lichtern in den Bäumen magisch und das Prinzip der werbefreien Mund-zu-Mund- respektive Facebook-Propaganda sympathisch. Zumal der vegane Ansatz bei Lost in Wedding ein gänzlich undogmatischer ist: Auf Fleisch wird nicht aus ethischen Gründen verzichtet, sondern weil für den Preis von sieben (für ein kleines Menü) beziehungsweise zehn Euro (für ein großes) schlichtweg keine gute Qualität zu haben ist.

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Papier ist geduldig, sagt meine Mama.

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Ein Hauch von Vorspeise.

Nach dem Hauch einer Vorspeise gilt es, sich tapfer an die Limonade zu halten. Als er endlich auf dem Tisch steht, vergesse ich vor lauter Magenknurren, den zweiten Gang zu fotografieren. Der dritte sieht nicht mal mehr so aus, als ob man ihn dokumentieren will: ein Mokkashot, der nach ungesüßtem Kaffeesatz schmeckt, neben diversen Schlieren, die sich mit Hilfe der papiernen Waffel (solcherart wie sie die Touri-Eisdielen mir „Gelato“-Schriftzug verkaufen) nur in Teilen vom Teller kratzen lassen. Dass vegane Küche raffiniert, abwechslungsreich und vor allem sättigend sein kann, steht außer Frage. Heute war sie es nicht.

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Es hätte so schön werden können.


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2 Kommentare

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