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Rauchzeichen

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Gerade erst hat sich mein Lieblingsphilosoph Robert Pfaller mal wieder gegen ein Rauchverbot ausgesprochen. Mit ein wenig Fantasie lässt sich das problemlos auf diesen Sommertrend übertragen: Von Bloody Mary bis Margarita werden Drinks jetzt geräuchert. Es braucht dazu keine Smoking Gun (deren Anschaffung teuer ist und von einigen Zeit Online-Lesern als dekadent erachtet wird), für den Anfang reichen Streichhölzer und ein paar Zweige Rosmarin. Sieht instagram-like aus und schmeckt nach Grillen, später Hitze und wildem Leben. Das würde auch Robert Pfaller gefallen.

PS: State of mind: Smoked Negroni.

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Hunger

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„Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne.“ Ein alkoholisches Getränk ohne Geschmack wie eine Sommergarderobe ohne Streifenshirts. Warum der Skinny Bitch ein indiskutables Getränk ist, habe ich in der Zeit aufgeschrieben. Wer hungrig ist, soll essen. Wer sich Donnerstag abends mit Freunden trifft, ausgehen.

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Korn ist cool

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Wurde zur Recherche dieses Artikels viel Korn getrunken? Nein. Stattdessen habe ich mal wieder bei Heinz Strunk reingelesen:

„Seine Brust ist von den vielen Zigaretten eingesunken, dazu hat er etwa einen Liter Fako getrunken, Fanta-Korn, im Verhältnis 1:1. Jetzt hat ihn der Schmiersuff befallen.“

Auch wenn „Schmiersuff“ nach keinem erstrebenswerten Zustand klingt, sah es Strunk, der alte Trendsetter, voraus: Nach Jahren des Dahindarbens im staubigen Winkel von Opas Spirituosenschränkchen ist der deutscheste aller Brände cool. „Endlich!“, sagt die Zeit Online-Redaktion. „Jetzt erst?“, staunt der ehemalige Mitschüler, der sich die Oberstufenzeit gerne mit einem Glas Doppelkorn versüßte. „Jedem das seine“, sage ich. Nachzulesen hier.

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Wir sollten aufhören, weniger zu trinken

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… und wenn schon Alkoholfreies, dann doch lieber einen Karottensaft mit Molke, Leindotteröl, Meerrettich und Honig statt Wasser. Für Zeit Online habe ich tief ins Saftglas geschaut. Dass ich künftig vom Negroni auf einen Nogroni ausweiche, ist nicht zu befürchten. Eher findet man mich an Orten wie der Coda Dessert Bar, die meine zwei Leidenschaften Süßes und Alkohol auf fantastische Weise zusammenbringt.

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Menü der Coda Dessert Bar

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Schokolade 70 % – Pflaume – Zichorie – Holzkohle, dazu Lambrusco amabile und Peated Single Malt

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Mich – Feige – Anchovis – Reis, dazu Ruby Port – Kameman Sake – Kirschessig – Soda

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Bergkäse – Birne – Kraut – Süßholz, dazu Cidre – Zirbelkiefer

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Tradition muss sein

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„Ab dem zweiten Jahr ist es eine Tradition“, schrieb mein Wichtel Thomas in einer seiner letzten Nachrichten. Nachdem ich beim Winewichteln vergangenes Jahr zunächst leer ausging, schickte er mir – unbekannterweise! – gleich zwei Trostflaschen. Nummer eins, einen 2012er L’Olivelle von Clos Marie, leerte ich mit A. in meiner Berliner Küche. Nummer zwei, Peter Jakob Kühns Klosterberg …

Wermut
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Wermut kommt von Übermut

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„Ich meine, wenn wir weiterhin zusammenarbeiten wollen, können wir auf keinen Fall so reden. Das ist schon jetzt sehr, sehr, sehr, sehr schlimm.“ – „Ja, ich weiß.“ Sie senkte den Blick. „Und du bist verheiratet.“ – „Ja genau. Genau! Da haben wir’s.“ – „Da haben wir’s, ja.“ – „Ich besorge dir mal deinen Martini.“ Liebe …

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Tiere trinken

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Es gibt viele Gründe, warum das Tier zu den besten Bars Berlins gehört. Zum Beispiel wegen der Drinks. Ein Buch – so schön gestaltet, dass es auf einem Stehtisch thront – listet Klassiker und Innovationen auf, den Erklärungen sind Tierzeichnungen beigestellt. Eine ganze Seite gehört den Negronikreationen. Hinter der Bar lagern Kolben mit Rosmarinessenz und Lindenblüteninfusion, ein bisschen wie im Chemiegrundkurs. Die Barkeeper sind in der Mehrzahl männlich, das gehört, glaube ich, zum Konzept. Für obskure Kundenwünsche haben sie ein offenes Ohr, das Ergebnis wird nach dem Wünschenden benannt. Möglicherweise erinnert man sich irgendwann einmal an „Eva“, einen Longdrink aus Kirschsaft und Frangelico.

Auf einem altmodischen Fernsehgerät krault im Loop ein Männertorso eine Perserkatze, es handelt sich um James Bonds Gegenspieler Ernst Stavro Romanov Blofeld. Gegen zwei Uhr schließen sich die elektrischen Vorhänge und sperren den Weserstraßenwahnsinn aus. Von nun an muss man um Einlass klingeln und / oder mit dem Tiersteher diskutieren. Es wird logischerweise ab da immer schöner.

Wer draußen auf Einlass wartet, hat Zeit, über den aktuellen Aphorismus im Leuchtkasten neben dem Eingang nachzudenken. Jedes Mal, wenn ich herkomme, steht dort etwas anderes – noch ein Grund, hier in schöner Regelmäßigkeit zu trinken.

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