Alle Artikel veröffentlicht in ‘Häppchen

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Mut zum Eierlikör

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Wie wunderbar sich Cheesecake und Eierlikör vertragen, weiß ich seit dem Geburtstag meiner Freundin J. Man munkelte, dass der Kuchen, den ihr Freund H. gebacken hatte, mit einer halben Flasche jenes Getränks verfeinert war, das als sehr, sehr uncool gilt. Alte Journalistenweisheit: Alles, was sehr uncool ist, steht kurz vor dem Revival. Bis es soweit ist, halten wir uns an die Empfehlung von Andrea Natschke-Hofmann, deren Blog Zimtkeks & Apfeltarte ich beim Sonntagsessen vorstelle.

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I <3 Burgenland

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Viele Male habe ich bereits von Wien aus das Burgenland bereist. Aus persönlichen Gründen, aber vor allem, weil es an kaum einem Ort so dicht geballt so viel Kulinarisches zu entdecken gibt. Insbesondere die Winzer rund um Gols – darunter Claus Preisinger, Judith Beck, die Rennersistas – haben es mir sehr angetan. Wie sehr, steht bald in der Welt am Sonntag. An einem anderen Sonntag stelle ich Melanie Limbeck und ihren Blog Mundvoll bei Zeit Online vor. Die 26-Jährige kommt ebenfalls aus Gols, wo sie, neben ihrem Job als Bloggerin, im Weingut ihres Freundes mithilft. Nach einem Studienaufenthalt in Wien zog es sie wieder zurück in die Heimat. Ich kann das verstehen.

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Eins, zwei, drei, raus

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Der vietnamesische Trinkspruch Mot, Hai, Ba – Dzo! bedeutet übersetzt „eins, zwei, drei – rein!“ Max Faber und Nicola Walsh hingegen nennen ihren Signature Drink 3 and out. Neben hochwertigem (!) Wodka besteht er aus Craft Beer, aus Gründen des Lokalpatriotismus jenem der Marke Berliner Berg. Hatte ich schon erwähnt, dass ich den Craft Beer Hype echt total verschlafen habe? Bloggerin Walsh ging es bis vor kurzem ähnlich: „Eigentlich war ich nie ein großer Bierfan, im Grunde aus all den ‚Mädchen-trinken-nicht-gern-Bier‘-Gründen. Der Geschmack ist mir zu bitter und die Portionen zu groß. Außerdem schmeckt für mich alles gleich und am Ende muss ich immer rülpsen …“. Zum 3 and out sagt sie trotzdem yes. Das Sonntagsessen von Nicky & Max ist ein Cocktailmenü mit ein paar Alibisnacks, Grundlagen schaffen und so. Hauptsächlich, damit nach dem dritten Drink nicht Schluss ist.

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Mein Mann, dieser Blumenkohlbanause

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… mit dieser entschiedenen Formulierung lässt sich Franzi Schädel zitieren. Dass ihr Mann ein heikler Esser ist, steht ihrer Beziehung offenbar nicht im Weg. Schön, so eine Liebe über Geschmacksgrenzen hinweg! Das Sonntagsessen von Schädels Blogs Wo geht’s zum Gemüseregal ist keine Liebeserklärung an einen Menschen, sondern an ein Gemüse. Wer sagt, dass Rote Bete weniger romantisch ist als eine rote Rose?

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Rehe pflücken

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Derzeit denke ich viel über Rehe nach. Viele derer, die besonders laut sind in der Metoo-Debatte, sehen Frauen als scheue, zum Abschuss freigegebene Rehe, die von Jägern (also den Männern) von Blumenwiesen gepflückt werden. Ich teile diese Meinung nicht. Rehe gehören auf den Teller, zumindest wenn man Fleisch mag. Wer zu Weihnachten lieber vegetarisch isst, kann auch diesem Wunsch nachgehen. Das ist das Schöne an Demokratie.

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In der Weihnachtsbäckerei (II)

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Bereits vor einem Jahr habe ich für die FAZ Woche über Kathrin Koschitzki und ihren wunderschönen Blog geschrieben und noch immer keines ihrer Rezepte ausprobiert. Warum nicht  dieses beim Zeit Online Sonntagsessen vorgestellte Kunstwerk? Leider denke ich bei „Eistorte“ seit dem letzten Heiligabend immer an Jamie Olivers Exemplar, das für Überraschungen gesorgt hat. Ich sag mal so: Präsentierbar war das nicht. Zurecht zweifelte meine Mama an einem Rezept, das Eiscreme in den Backofen gibt. Zeit also für einen neuen Versuch nach Anleitung der Phôtisserie.

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FAZ Woche, Dezember 2016

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In der Weihnachtsbäckerei (I)

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„Wer Weihnachten nicht fühlt, ist in meinen Augen eine reudige Tempelhure.“ Eine Adventsandacht der anderen Sorte, aufgeschnappt bei Twitter. Wie es sich gehört, stand mein erster Adventssonntag ganz im Zeichen des Plätzchenbackens, da kommt die dazugehörige Stimmung ganz von allein, außerdem wird es einem dank bollerndem Gasofen schön warm ums Herz. Leider hab ich bei der ersten Ladung Mohnplätzchen Mehl und Puderzucker vertauscht. Das Ergebnis konnte nicht mal den Anforderungen eines zur Käseplatte gereichten Snacks standhalten. Solche kleinen Rückschläge ändern nichts an meiner Haltung, die ich mit dem beim heutigen Sonntagsessen vorgestellten Blog teile: Lieber backen. Immerhin wurden die Vanillekipferl mit gesalzenen Macadamias nach einem Rezept des SZ Magazins genauso gut wie letztes Jahr. 

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Ganz herrliche Vanillekipferl mit gesalzenen Macadamias und nicht ganz so herrliche Mohnplätzchen

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Emily for president

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Wenige Foodblogger beeindrucken mit einer Persönlichkeit wie Emily von Euw. Mit gerade mal 24 Jahren hat die Betreiberin von This rawsome vegan life bereits Kochbücher geschrieben (okay, das haben viele Blogger, auch wenn, wie kürzlich gehört, „Schreiben nicht so ihr Ding ist“), studiert Philosophie, Geschichte und Gender Studies und nennt als Vorbild nicht Jamie Oliver, sondern Michelle Obama. Emily ist Veganerin, aber eine von der sanften Sorte. Ihr Sonntagsessen ist angenehm undogmatisch, obwohl es unter dem Motto Save the planet läuft. Meine Stimme hätte sie.