Alle Artikel veröffentlicht in ‘Lieblinge

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Oder einfach alle?

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Liebe Kuchenwerkstatt,

Du machst es mir wirklich nicht leicht. Lockst mich immer wieder in die Stadt zurück, die ich eigentlich verlassen wollte. Bietest mir frech all Deine Lieblinge an, Orientalische Orange, Birne-Mohn, Pistazienmousse, NYC Tiramisu. Eigentlich wollte ich mich jetzt endlich mal auf eine einzige einlassen. Treu sein, treu bleiben. Leider wurde ich wieder schwach. Monogamie wird überbewertet.

Deine Dich liebende Eva

Aus: Cee Cee No 2 – ein neuer Liebesbrief an Berlin

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Liebe Maria

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Letztes Jahr ist meine Großmutter gestorben. Beim Sortieren ihres Nachlasses fanden wir ein Bündel Liebesbriefe .

„Es wird dir ja auch gehen wie mir, dass du dich einsam fühlst. Es waren doch herrliche Tage und schöne Abende, wenn ich bei dir sein konnte.“

Der unbekannte Verehrer war ziemlich hartnäckig, trotzdem hat sich die damals neunzehnjährige Maria für einen anderen entschieden.

„Ich habe dir in letzter Zeit wenig oder bereits gar nicht mehr geschrieben aus dem einen Grunde, weil ich spüre, dass es noch nicht die richtige Liebe ist. Ich kann nicht anders als tun, wozu mich mein Herz drängt.“

Abgesehen von diesen Briefen und so unromantischen Dokumenten wie Kontoauszügen und Todesanzeigen umfasst Marias Nachlass auch die losen Seiten eines knapp hundert Jahre alten Backbuchs von Dr. Oetker. Eines der Plätzchenrezepte habe ich für Zeit Online abgetippt.

Ich stelle mir vor, wie meine Nachkommen sich später mal durch meine Rezeptsammlung wühlen. Bis auf wenige Ausnahmen ist sie digital, in Form von Foodbloglinks, iPhone-Notizen und Wunderlisten. Das macht es einfacher, aber auch weniger magisch. So, als vergleiche man Tinder-Chatverläufe mit Omas handgeschriebenen Liebesbriefen.

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Abgewartet. Tee getrunken 

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Letzten Dezember habe ich beim Winewichteln mitgemacht. Ausgedacht hat sich das Paul von Wine Adventures. Super Idee: Statt Schrott wird Trinkbares verschenkt. Mein Wichtel bekam eine Flasche des wenige Tage zuvor wiederentdeckten und bei meinem Perlen-Dinner servierten St. Laurent von Zantho. Ein komplizierter Burgenländer, jedenfalls komplizierter als das, was sonst so an Rotem in meinem …

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Eine Nase Dorfkindheit

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In der Menüabfolge heißt es schlicht: Muskatkürbis, Roberto Vena

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Hier liegt Stroh! Aufgenommen in der Schaukäserei „Wilder Kaiser“ in Tirol

Wie lange kann ich mit geschlossenen Augen an einer Tasse riechen? So lange, bis der Koch besorgt nachfragt, ob alles in Ordnung sei. So lange, bis ich weiß, woran mich der Duft erinnert. An frisch gemähtes Gras, das zu Heu wird, an Stall, Blumen, deren Namen mir niemand beigebracht hat, an meine Kindheit auf dem Dorf, an einen Morgen in den Sommerferien, wenn der Tau noch in den Wiesen hängt und man es kaum erwarten kann, rauszugehen,  an den bunt bemalten Bauwagen am Waldrand, an schwüle Nachmittage mit Minimilk-Eis von der Dorfbäckerei, an heimliche Ausflüge zum Hochhausspielplatz, der außerhalb des erlaubten Radius lag, an nackte Knöchel in Bachwasser, Mückenstiche und Stroh in den Kleidern und ein bisschen auch an Kamillentee und flüssige Butter. Getrunken im Nobelhart & Schmutzig.

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Ein Essen? Ein Ereignis

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Ein Freitag Abend in Shibuya. Überall sieht man zum „V“ geformte Hände, denn sobald eine Kamera in der Nähe ist, machen Japaner das Victory-Zeichen: Naturgesetz. Aus allen Richtungen tönt es 可愛い, kawaii, zu deutsch „süß“. Kawaii ist die Lieblingsvokabel der japanischen Frau, ganz gleich welchen Alters: Klischee, aber wahr. Auch sonst ist Shibuya genau so, wie …

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So schmeckt Bali

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Abgesehen von einer bis ins kleinste Detail ausgefuchsten Strandgarderobe, habe ich auf die „Insel der Götter“ vor allem eines mitgebracht: großen Hunger. Vorerst trennt mich vom Paradies jedoch ein Siebzehn-Stunden-Flug exklusive Zwischenstopp. Manche Fluggesellschaften geben dem Passagier ja das Gefühl, mehr Belastung zu sein als Freude. Zwangsläufig wirkt sich das auf die Verpflegung an Bord …

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Lieber vier Bananen im Kuchen als eine auf dem Teller

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imageBesser als eine reife Banane zum Nachtisch sind ganz viele reife Bananen im wahrscheinlich besten veganen Kuchen der Welt.

Su’s veganer Schoko-Bananenkuchen

250 Gramm Mehl

2 Teelöffel Backpulver

250 Gramm Zucker

2 Teelöffel Vanillezucker

200 Gramm gemahlene Mandeln

400 Gramm Zartbitterschokolade, gehackt

250 Margarine

4 sehr reife Bananen

Alle Zutaten mischen. Bei 220 ° C 25 Minuten backen.

(Gott, war das einfach)

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Wieder was geschafft: ein neuer Lieblingsitaliener in Kreuzberg

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Die Suche nach dem neuen Lieblingsitaliener ist für 2015 bereits erfolgreich abgeschlossen – ich habe das Maselli entdeckt. Inhaber Signore Maselli stammt aus Bari, jener Stadt tief im Süden, an Italiens Stiefelabsatz. Von dort hat er apulische Spezialitäten wie den Street Food-Snack “Bombette” mitgebracht – kleine, gefüllte Rindsrouladen. Schon die Antipasti sind so herrlich, dass danach eigentlich kein Platz mehr im Bauch ist: Sauerbohnenpüree mit Olivenöl, Thunfisch-Carpaccio, Auberginenauflauf. Die Burrata gehört zu den besten, die ich je gegessen habe. Weiter geht es mit Pasta: mit weißen Bohnen, Löwenzahn und fermentiertem Ricotta oder Schweinefleischröllchen. Als Secondi gibt es jenen Pulpo, der als Logo die Wand ziert. Fisch und Meerestiere sind nur erhältlich, wenn deren absolute Frische garantiert ist. Ein Muss ist auch die Salsiccia, eine grobe Bratwurst mit Fenchelaroma. Getrunken werden fast ausschließlich apulische Weine; alle vier offenen Roten offenbaren pures Glück. Als Dolci gibt’s den Klassiker Tiramisú und ein Gläschen Limoncello. Letzteres mit dem Chef persönlich, wie es sich eben gehört für einen Abend beim Lieblingsitaliener.

Via Cee Cee.