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Eine Nase Dorfkindheit

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In der Menüabfolge heißt es schlicht: Muskatkürbis, Roberto Vena

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Hier liegt Stroh! Aufgenommen in der Schaukäserei „Wilder Kaiser“ in Tirol

Wie lange kann ich mit geschlossenen Augen an einer Tasse riechen? So lange, bis der Koch besorgt nachfragt, ob alles in Ordnung sei. So lange, bis ich weiß, woran mich der Duft erinnert. An frisch gemähtes Gras, das zu Heu wird, an Stall, Blumen, deren Namen mir niemand beigebracht hat, an meine Kindheit auf dem Dorf, an einen Morgen in den Sommerferien, wenn der Tau noch in den Wiesen hängt und man es kaum erwarten kann, rauszugehen,  an den bunt bemalten Bauwagen am Waldrand, an schwüle Nachmittage mit Minimilk-Eis von der Dorfbäckerei, an heimliche Ausflüge zum Hochhausspielplatz, der außerhalb des erlaubten Radius lag, an nackte Knöchel in Bachwasser, Mückenstiche und Stroh in den Kleidern und ein bisschen auch an Kamillentee und flüssige Butter. Getrunken im Nobelhart & Schmutzig.


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1 Kommentar

  1. Für jeden, der seinen Hof kennt erinnert Roberto Vena an verschimmelte Bauwagen, Rieselfelder, Ölspuren auf der Fernverkehrsstraße, die Allgegenwart von vergammelter Plastikfolie, Robertos endloses unfundiertes Gefasel über energiereichen Boden und 13 verhungerten Schweinen.

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