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From Düsseldorf with 懐かしいです

Düsseldorf, das war bislang für mich die Stadt mit dem verstörenden Bahnhofsviertel und den tollen Museen für zeitgenössische Kunst. Tatsächlich ist es auch diejenige mit der größten japanischen Community in Deutschland. Man sieht das zum Beispiel an den mit Kanji, den japanischen Schriftzeichen versehenen Zahnarztpraxenschildern.

Ein angenehmer Nebeneffekt (und ein Trost für die Unansehnlichkeit mancher Ecken der Stadt) sind die vielen hervorragenden Asiarestaurants. Bei Takumi Düsseldorf esse ich die beste Ramen südlich von Berlin. Besonders gut gefällt mir das Tempura-Topping, denn überall auf der Welt gilt: frittiert = leider geil.

Am Abend zuvor haben wir uns bei Yabase japanisches Sushi Restaurant in Düsseldorf einmal durch die halbe Karte geschlemmt. Dass die Nigiri und Maki butterweich und präzise waren, hab ich mir schon gedacht, als ich die beiden Sushimeister von meinem Tresenplatz aus bei der Arbeit beobachtet habe. Es folgte Spinatsalat mit Sesamcreme und eine herrliche Aubergine mit Teriyakisauce, die mich wieder mal daran erinnert hat, warum das mein Lieblingsgemüse ist. Schließlich Aal, die Spezialität des Hauses, und Tempura mit kalten Soba-Nudeln, der einzige Gang, der nicht ganz hielt, was er versprochen hatte. Dazu Sake, authentisch serviert: In einem die übertretende Flüssigkeit auffangenden Holzkästchen, denn in Japan bekommt der Gast immer mehr als er bestellt.

Befriedigender gestillt wurde mein Durst trotzdem anderntags bei 485Grad. Aber das ist eine andere Geschichte, die nichts mit Japan in Düsseldorf zu tun hat. Ebenso wenig wie die sehenswerte, nicht-schwindelfreie Ausstellung von Thomás Saraceno im K21.

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Japanische Perfektion bei Yabase

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Thomás Saraceno im K21