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Im Sommer sicher schöner, im Winter trotzdem lecker

Wer Albanien besucht, fährt tendenziell in den Süden. Schön da. Chef Bledar Kola bestand darauf, uns seine nördlich von Tirana gelegene Heimat zu zeigen. Nach einem kurzen Stopp in Lezha sind wir bei Mrizi i Zanave Agroturizëm gelandet.

Auf Englisch heißt das, was die Brüder Prenga dort machen, Agritourism. Eine zufriedenstellende Übersetzung habe ich noch nicht gefunden. Gemeint ist die Verbindung von biologischer Landwirtschaft und sanftem Tourismus. Wer möchte, übernachtet in einem renovierten Bauernhaus, mit großzügig verglaster Außenwand und Blick auf die wirklich schöne Landschaft, und das für bemerkenswert wenig Geld.

Wir sind nur zum Essen geblieben. Das dazugehörige Restaurant ist die Geburtsstädte der albanischen Slow-Food-Bewegung. Besonders gerne mochte ich die vielen Vorspeisen – frittierte Zucchiniblüten, Oliven, essigmarinierte Wachteleier – und den herrlichen Käse aus eigener Herstellung. Vorneweg gab es Wachtelei im Rettichmantel mit Spinat und Frühlingszwiebeln. Anschließend Yufka, die albanische Antwort auf Tagliatelle, mit Blaubeeren, dazu mit Käse und Honig gefüllte Teigtaschen. Die Dessertauswahl hat selbst mich produktiv überfordert: Rosensorbet, Baklava mit Maronengelee, Kaffeecreme, Cheesecake, eingelegte Kornellkirschen und frische Khaki (wow), wilder Granatapfelsaft und Minzeis. Dazu Raki, Kirsch- und Walnusslikör. Ich mag den Norden!

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Yufka mit Blaubeeren, mit Käse und Honig gefüllte Teigtaschen

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Wachtelei im Rettichmantel mit Spinat und Frühlingszwiebeln

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