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Wurst (I)

Street Food, das war mal Currywurst und Pommes-Schranke. Heute meint der Begriff 48-Stunden-marinierte Rippchen vom Havelländer Apfelschwein mit handgeschabten Biowedges. Mit gebotener Demut erinnern Karoline Hatt und Tim Harpers von Hattgekocht anlässlich ihres Sonntagsessens daran, dass manchmal die einfachen Dinge die Besten sind. Auf den Tisch kommt trotzdem Thunfisch Piadina.

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Eros & Dirndl

Die Österreicherin Catrin Neumayer ist Patriotin im doppelten Sinn. Das Heimatland ihres Mannes liegt ihr genau so am Herzen wie ihr eigenes. Konkret bedeutet das: Eros Ramazotti als Küchensoundtrack und abseits des Herds gerne ein Dirndl. Das Sonntagsessen von Cooking Catrin bleibt trotzdem heimattreu: Kaspressknödel mit Wildkräutersalat.

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Rauchzeichen

Gerade erst hat sich mein Lieblingsphilosoph Robert Pfaller mal wieder gegen ein Rauchverbot ausgesprochen. Mit ein wenig Fantasie lässt sich das problemlos auf diesen Sommertrend übertragen: Von Bloody Mary bis Margarita werden Drinks jetzt geräuchert. Es braucht dazu keine Smoking Gun (deren Anschaffung teuer ist und von einigen Zeit Online-Lesern als dekadent erachtet wird), für den Anfang reichen Streichhölzer und ein paar Zweige Rosmarin. Sieht instagram-like aus und schmeckt nach Grillen, später Hitze und wildem Leben. Das würde auch Robert Pfaller gefallen.

PS: State of mind: Smoked Negroni.

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Sommerzeit ist Kirschenzeit. Schön, wenn man sie wie Nadine Burck im eigenen Garten pflücken kann. Ein Trost für alle anderen: Auch mit gekauften gelingt ihr Rezept für Kirscheis. Man braucht nicht mal eine Eismaschine. Wie, steht beim Sonntagsessen von Dreierlei Liebelei.

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Ein Bottich Sauerkraut, von Mädchenfüßen zerstampft

Lebensproblem gelöst: Von Biowein kriegt man keine Kopfschmerzen. Außerdem verwöhnt er einen mit crazy Aromen von Sauerkraut bis Sherry, von in der Sonne vergessenen Mandarinen bis hin zu einer vom Sommerregen dampfenden Straße. Meine Liebeserklärung an Wein ohne Schnickschnack habe ich für die FAZ Woche aufgeschrieben.

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Crêpes ohne Crap

Sie essen kein Brot? Dann sollen sie doch Buchweizencrêpes essen. Aktuellen Schätzungen zufolge sind weniger als ein Prozent der Bevölkerung von einer Glutenunverträglichkeit betroffen. Was nicht bedeutet, dass sich die restlichen 99 Prozent nicht von Fabienne Sophie Engels Sonntagsessen inspirieren lassen dürfen. Schließlich geht der neuste Foodtrend weg vom kompletten Verzicht und hin zur Mäßigung. Netter Nebeneffekt eines Freiknusper-Tags:Am nächsten schmeckt das Brot gleich doppelt so gut.

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Mohntortn

Immer dann, wenn Du glaubst, über Deine große Liebe sei alles gesagt, zeigt sie sich von einer ganz neuen Seite. Zum Beispiel in Form dieser Mohntarte mit Zitronencreme, Highlight des Sonntagsessens von Ina isst. Einzig die Margarine sollte unbedingt durch Butter ersetzt werden. Großen Lieben verzeihe ich solche kleinen Fehltritte.

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Hunger

„Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne.“ Ein alkoholisches Getränk ohne Geschmack wie eine Sommergarderobe ohne Streifenshirts. Warum der Skinny Bitch ein indiskutables Getränk ist, habe ich in der Zeit aufgeschrieben. Wer hungrig ist, soll essen. Wer sich Donnerstag abends mit Freunden trifft, ausgehen.

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Zisch

Bier auf Wein, das lass sein. Kuchen auf Bier, das lob ich mir. Nach diesem Motto lebt und kocht Meike Adam. Auf ihrem Blog Smámunir teilt die Wahlberlinerin tolle Rezepte und die passenden Foodpairings. Beim Sonntagsessen kommen noch Ausgehtipps für ihre Heimatstadt dazu. Bereits bekannt und für sehr trinkbar befunden: Wild Things und Jaja, weil ich, jaja, Wein eben doch lieber mag als Bier. Vorgemerkt: Der BRLO-Biergarten am Gleisdreieck, wo der tolle Ben Pommer kocht. Und zu einem Schokokuchen mit Bockbier sage ich auch nicht nein.

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Vatertag

Ein Spiegelei-Vater ist Thomas Vonier, Betreiber des Blogs Omoxx, nicht. Und dann das: Auch mit Erdbeer-Spargel-Salat und hausgebeiztem Lachs kann er es seiner Tochter nicht recht machen. Den Sonntagsessen-Lesern schon.

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Von einer Jakobsmuschel versaut

Nobel geht die Welt zugrunde. Conny Wagner klagt, seit ihrem Besuch bei Magnus Nilsson könne sie keine Jakobsmuscheln mehr essen. Geht mir auch öfter so. Mit dem Shiraz von Yellow Tail zum Beispiel, einem soliden Fünf-Euro-Supermarktwein, den ich jahrelang für eine kulinarische Sensation hielt. Heute würde ich den höchstens zum Kochen verwenden. Insgesamt wurde es besser mit meiner Vorliebe für „Konfitürenwein“ (Zitat von J., einem Leidtragenden) und der gesamtgeschmacklichen Entwicklung. Was bei Wagner nach Nilssons scallop cooked over burning juniper branches jetzt so auf den Tisch kommt, steht beim Sonntagsessen ihres Blogs Seelenschmeichelei.

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Forever fudgy

Eine eindeutige Übersetzung des englischen Begriffs fudgy gibt es nicht. Wer einmal einen Brownie wie den von Kevin Buch im Mund hatte, weiß jedoch, was gemeint ist. Der Betreiber des Blogs Law of Baking nennt seine Kreation „klietschig“. Mehr! Mehr! Mehr! Schokolade beim Sonntagsessen.

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Korn ist cool

Wurde zur Recherche dieses Artikels viel Korn getrunken? Nein. Stattdessen habe ich mal wieder bei Heinz Strunk reingelesen:

„Seine Brust ist von den vielen Zigaretten eingesunken, dazu hat er etwa einen Liter Fako getrunken, Fanta-Korn, im Verhältnis 1:1. Jetzt hat ihn der Schmiersuff befallen.“

Auch wenn „Schmiersuff“ nach keinem erstrebenswerten Zustand klingt, sah es Strunk, der alte Trendsetter, voraus: Nach Jahren des Dahindarbens im staubigen Winkel von Opas Spirituosenschränkchen ist der deutscheste aller Brände cool. „Endlich!“, sagt die Zeit Online-Redaktion. „Jetzt erst?“, staunt der ehemalige Mitschüler, der sich die Oberstufenzeit gerne mit einem Glas Doppelkorn versüßte. „Jedem das seine“, sage ich. Nachzulesen hier.