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Slow Food auf Albanisch

Ceci n‘est pas une pipe – und das kein typisches albanisches Restaurant. Chef Bledar Kola war Tellerwäscher in London, später Praktikant im Noma und Fäviken Magasinet. Entgegen aller guten Ratschläge kehrte er zurück in seine von vielen Vorurteilen belasteten Heimat (Messerstecher, Armenhaus, Sirenentechno), um in Tirana das Mullixhiu zu eröffnen.

Beim Betreten fühlt man sich wie in Omas Bauernstube. Knarrende Dielen, zu Lampenschirmen umfunktionierte Hüte, das Besteck liegt in einer Schublade bereit. Inspiriert ist die Einrichtung von Magnus Nilssons Fäviken. Im Eingangsbereich stehen drei Mühlen, mit denen Kola sein eigenes Urgetreide mahlt.

Das Tasting Menu bietet einen guten Überblick über das, was der 34-Jährige macht: Die albanische Küche auf ein neues Niveau heben. Es gibt Brot aus alten Getreidesorten, Kartoffelsuppe, mit Wachteleiern gefüllte Teigtaschen zum hausgemachten Ayran, gefüllte Weinblätter mit Brokkolipuder und frittiertem Reis, Forelle aus der Region Kelmendi und, mein Favorit, Trahana, fermentiertes Getreide mit eingelegten Trauben, gemahlenen Sonnenblumenkernen und Spinatsoße.

Zum Nachtisch dann den käsekuchenartigen Qumeshtor mit Maulbeermarmelade, später Raki und eine Art Portwein. Und die eingangs erwähnte Pfeife, in der sich Boza verbirgt, eine Art fermentierte Getreidelimo.

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Kadaif und fermentiertes Boza mit Eis

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Baby Goat Pie und Spinatsalat mit Feigenbrot

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Kelmendi Forelle

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Kartoffelsuppe


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