Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Berlin

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Wedding im Wedding

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Dass Hochzeit auf Englisch Wedding heißt, ist natürlich ein schöner Zufall. Dort, in Berlins niemals trendy werdendem Viertel, befindet sich Dilekerei, ein Café mit angeschlossener Backstube, wo herrliche Hochzeitstorten entstehen. Für die FAZ habe ich mit dessen Besitzerin Dilek Topkara über Menemen und Pide gesprochen, über Marzipanblumen und die Unterschiede von Hochzeiten in Berlin und Wien  (im Palais Liechtenstein heiraten sie im Stil Marie Antoinettes, im Wedding im Fabrik-Look). Und was hält Topkara, die lange Zeit nebenberuflich als Fitnesstrainerin arbeitete, vom aktuellen Trend, auf Zucker zu verzichten? „Nichts.“

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Paul x Perle

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Von Zeit zu Zeit muss auch eine Foodautorin weg vom Schreibtisch und hinter den Herd, um die Realität nicht aus dem Blick zu verlieren. Gemeinsam mit dem großartigen Buch-, Wein- und Trüffelliebhaber Jörg Dauscher koche ich unter dem Namen Paul & Perle mehrgängige Menüs für Freunde und Fremde. In Berlin sagt man dazu Supper Club, …

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Oder einfach alle?

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Liebe Kuchenwerkstatt,

Du machst es mir wirklich nicht leicht. Lockst mich immer wieder in die Stadt zurück, die ich eigentlich verlassen wollte. Bietest mir frech all Deine Lieblinge an, Orientalische Orange, Birne-Mohn, Pistazienmousse, NYC Tiramisu. Eigentlich wollte ich mich jetzt endlich mal auf eine einzige einlassen. Treu sein, treu bleiben. Leider wurde ich wieder schwach. Monogamie wird überbewertet.

Deine Dich liebende Eva

Aus: Cee Cee No 2 – ein neuer Liebesbrief an Berlin

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Tiere trinken

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Es gibt viele Gründe, warum das Tier zu den besten Bars Berlins gehört. Zum Beispiel wegen der Drinks. Ein Buch – so schön gestaltet, dass es auf einem Stehtisch thront – listet Klassiker und Innovationen auf, den Erklärungen sind Tierzeichnungen beigestellt. Eine ganze Seite gehört den Negronikreationen. Hinter der Bar lagern Kolben mit Rosmarinessenz und Lindenblüteninfusion, ein bisschen wie im Chemiegrundkurs. Die Barkeeper sind in der Mehrzahl männlich, das gehört, glaube ich, zum Konzept. Für obskure Kundenwünsche haben sie ein offenes Ohr, das Ergebnis wird nach dem Wünschenden benannt. Möglicherweise erinnert man sich irgendwann einmal an „Eva“, einen Longdrink aus Kirschsaft und Frangelico.

Auf einem altmodischen Fernsehgerät krault im Loop ein Männertorso eine Perserkatze, es handelt sich um James Bonds Gegenspieler Ernst Stavro Romanov Blofeld. Gegen zwei Uhr schließen sich die elektrischen Vorhänge und sperren den Weserstraßenwahnsinn aus. Von nun an muss man um Einlass klingeln und / oder mit dem Tiersteher diskutieren. Es wird logischerweise ab da immer schöner.

Wer draußen auf Einlass wartet, hat Zeit, über den aktuellen Aphorismus im Leuchtkasten neben dem Eingang nachzudenken. Jedes Mal, wenn ich herkomme, steht dort etwas anderes – noch ein Grund, hier in schöner Regelmäßigkeit zu trinken.

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Candycolourclub

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In Hamburg machen die Premium-Eisdealer Winterpause. In Berlin macht der Sommer, was er will, nämlich dank Tiefpunkttemperaturen nur mäßig Lust auf Eis. Wir trotzen der Schlechtwetterstimmung mit einer neuen Runde „Suche nach dem besten Eis der Stadt.“ Nach Mitte, Kreuzberg und den Randgebieten verschlägt es die Küchenperlen heute in den Prenzlauer Berg. Dort befindet sich …

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Biergarten à la Berlin

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Liebe Münchner, wir hier in Berlin haben auch Biergärten. Unsere Interpretation geht so: statt vollbusigen Dirndlträgerinnen stehen tätowierte Girls hinter der Theke, statt Mass gibt es Flaschenbier aus lokaler Produktion. Die schattenspendenden Bäume sind wahrscheinlich keine Kastanien, stattdessen wird der berühmten Berliner Hässlichkeit durch Graffitis in Signalfarben gehuldigt und einer Begrünung, die mehr auf Verwahrlosung, …

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„Ich bin auch eine, die aus Zeitschriften Rezepte herausreißt“

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In lockerer Folge trifft Hanns-Georg Rodek, Film-Redakteur bei der Welt, berühmte Menschen zum Tischgespräch. Dass Essen die Konversation anregt, ist bekannt. In Frankreich ist Konsens, dass das vorherrschende Thema dabei das Essen selbst ist. Deswegen geht es in dieser Rubrik weniger darum, die Vita des Interviewten durchzukauen (im wahrsten Sinn des Wortes), als übers Essen zu plaudern. Mit Nora von Waldstättten hat Rodek seine Meisterin gefunden. Hauptberuflich ist sie Schauspielerin, nebenberuflich Gourmandise. Seit zwölf Jahren lebt die gebürtige Österreicherin in Berlin, wo sie manche Speise ihres Heimatlandes vermisst (Sachertorte, die echte und die ist wirklich der shit), manche nach langer Suche ausfindig gemacht hat (Salzburger Nockerln, bei der  Nußbaumerin) und für die richtige Zutat mitunter quer durch die Stadt fährt („Wenn Sie wüssten, dass ich eine spezielle grüne Paprika nur am anderen Ende Berlins kriege, dann fahre ich die Stunde dorthin und die Stunde zurück.“). Verständlich, dass ihr das Zeit Magazin eine Kochkolumne einrichtet.

Getafelt wird im Garten des Hotels Savoy, da ist die Stimmung wahrscheinlich ähnlich wie in Wiens erstem Bezirk, weswegen der Interviewer von Waldstätten mit „Habe die Ehre“ begrüßt. Es gibt Kartoffelsuppe mit Trüffelöl, Frühlingsblattsalat mit Pfifferlingen, Filetspitzen an Himbeervinaigrette und Perlhuhnbrust mit Risotto. Ärgerlich lediglich, dass der Kellner den Salat vor die Dame platziert und das Perlhuhn vor den Herrn.

Wir lernen, wie man Gurkensoße zubereitet und welcher Bioladen im Prenzlauer Berg abends noch Rosmarin, Petersilie, Koriander, Knoblauch und Ingwer hat („der, vor dem die große Kuh steht“). Und kriegen wieder ein bisschen Sehnsucht nach Wien.

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Von meinem Unverständnis für Filterkaffee und einem ganz großartigen Carrot Cake

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Kaffee ist das Distinktionsmittel der Stunde. Latte Macchiato mit H-Milch? Amarettini auf der Untertasse? Are you kidding? Wer kulinarisch etwas auf sich hält, fürchtet wässrigen Cappuccino wie der Teufel das Weihwasser. Da will ich mich gar nicht rausnehmen. Ratlos beobachte ich dagegen den derzeitigen Siegeszug des Filterkaffees. Mit Filterkaffee assoziiere ich Nachmittage bei Oma und …