Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Kuchen

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Er kommt, er kommt, er kommt…

… nicht. Auch nicht im Jahr 2018, obwohl es so viele Menschen schon so oft prognostiziert haben. Ist auch egal, so lange es im Wedding Perlen gibt wie Dilekerei, das zauberhafteste Café mit angeschlossener Tortenmanufaktur nördlich von Mitte (das Adjektiv „zauberhaft“ nutze ich nur in Ausnahmefällen). Spezialisiert ist dessen Betreiberin Dilek Topkara, die ich bei Cee Cee vorstelle, auf Hochzeitstorten. Eigentlich müsste man schon allein deswegen heiraten, um eines dieser personalisierten Kunstwerke bestellen zu können. Eigentlich.

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Der tolle Florian Reimann macht Fotos von der tollen Dilek Topkara.

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Wedding im Wedding

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Oder einfach alle?

Liebe Kuchenwerkstatt,

Du machst es mir wirklich nicht leicht. Lockst mich immer wieder in die Stadt zurück, die ich eigentlich verlassen wollte. Bietest mir frech all Deine Lieblinge an, Orientalische Orange, Birne-Mohn, Pistazienmousse, NYC Tiramisu. Eigentlich wollte ich mich jetzt endlich mal auf eine einzige einlassen. Treu sein, treu bleiben. Leider wurde ich wieder schwach. Monogamie wird überbewertet.

Deine Dich liebende Eva

Aus: Cee Cee No 2 – ein neuer Liebesbrief an Berlin

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Schluss mit dem Perfektionismus: Drei Grüße aus der fast veganen Küche

In früheren, innerlich aufgewühlteren Zeiten fand ich Buchhandlungen schrecklich deprimierend. All die Klassiker, die man als kluger Mensch gelesen haben sollte! All die Standardwerke, Repertoiretitel, Must-reads und jeden Monat kommen zig neue hinzu! Wer so denkt, kann sich schon mal vormerken für einen Platz in der Burn-out-Klinik. Heute bin ich da großzügiger mit mir selbst, …

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Die zukünftige Arbeitslosigkeit der Pizzaboten

Bald ist der Beruf des Pizzaboten ausgestorben und die DHL muss neue Arbeiter rekrutieren, um all die Fresspakete, sorry Kochboxen an all die Berufstätigen auszuliefern, die keine Zeit zum Einkaufen, aber große Lust auf Kochen haben. Diesen Eindruck erwecken zumindest die wie aus dem Boden sprießenden Kochbox-Startups. Nach Fresh Parsnip und Kuchimi ist Marley Spoon …

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Lieber vier Bananen im Kuchen als eine auf dem Teller

imageBesser als eine reife Banane zum Nachtisch sind ganz viele reife Bananen im wahrscheinlich besten veganen Kuchen der Welt.

Su’s veganer Schoko-Bananenkuchen

250 Gramm Mehl

2 Teelöffel Backpulver

250 Gramm Zucker

2 Teelöffel Vanillezucker

200 Gramm gemahlene Mandeln

400 Gramm Zartbitterschokolade, gehackt

250 Margarine

4 sehr reife Bananen

Alle Zutaten mischen. Bei 220 ° C 25 Minuten backen.

(Gott, war das einfach)

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Jubel, Jubel, Heiterkeit

Jubel bedeutet dem Duden nach ”Offenbarung von großer Freude”. Manchmal genügen dafür Kleinigkeiten wie ein Windbeutel mit Estragon und Pflaume. Lucie Babinska und Kai Michels sind die Inhaberinnen der Pâtisserie Jubel. Lucie ist gelernte Hotelfachfrau, Kai Konditormeisterin – sie hat vorher unter anderem im Adlon und der Weinbar Rutz gearbeitet. Im September 2014 haben sich die beiden ihren Traum vom eigenen Geschäft erfüllt. In ihrer Vitrine warten seither Sanddorn-Tartelettes mit Quark und Haferflocken, Ziegenkäsetörtchen mit Zitrone und Kresse sowie Klassiker wie Carrotcake, Cheesecake und Opéra-Schnitte in Miniaturform. Die kleinen Portionen dienen nicht unbedingt dazu, Kalorien einzusparen, sondern um möglichst viel kosten zu können. Auf saisonale Gegebenheiten wird Rücksicht genommen: Himbeeren im Herbst kommen nicht in die Küche.Stattdessen wird bei sinkenden Temperaturen Crumble serviert. Außerdem will das Duo sein Cateringeschäft ausbauen. Jubel-Naschwerk kann man sich aber schon jetzt nach Hause liefern lassen oder in niedlichen Boxen als Törtchen-to-go erstehen. Wer es nicht ganz so eilig hat, bleibt vor der blaugefliesten Wand sitzen, bestellt einen Kaffee aus Bohnen der Bonanza-Rösterei und schaut aus dem mit unzähligen Glühbirnen geschmückten Fenster.

Via Cee Cee.

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Hipp-hipp…

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… hurra!

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„Ich kenne keinen“ – Ein paar Worte zum Marmeladenmann

In ihrer Kolumne „Wochenmarkt“ stellt Elisabeth Raether im Zeit Magazin jede Woche simple, für jedermann Erfolg versprechende Rezepte vor. Neulich kochte sie Marmelade. Eher beiläufig bemerkte sie, keinen Marmelade kochenden Mann zu kennen. Keinen. Eine Woche später berichtete sie an der selben Stelle von der überwältigenden Resonanz auf ihre Marmeladentheorie. Niemals habe sie so viel …

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Oh Du fröhliche Soidawuscht

Kann mir jemand erklären, warum jeder dritte Deutsche (unter Schwaben soll die Zahl ungleich höher sein) an Heiligabend Würste mit Kartoffelsalat isst (die Schwaben sagen: Soidawuscht mit Ädepflsalat)? Ich kann es nicht glauben und glaube es doch, als ich während meines Heimatbesuchs im Treppenhaus einen Zettel mit der Aufschrift „Kehrwoche“ entdecke. Die Welt geht im …

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Ich hatte sie alle, Baby

Kuchen, eine große Liebe. Ich habe mich oft genug verführen lassen, um sagen zu können: Diese Kuchenwerkstatt ist das Paradies. Egal, ob Orientalische Orange, Birne-Mohn, Schoko-Pekannuss-Mokka oder Pistazien-Mousse – ich hatte sie alle, Baby. Und jeder war auf seine Art grandios. Zumal bei Bravo Bravko auch das Setting stimmt, innere Werte sind schließlich nicht alles. Auf Wanddekoration wird verzichtet, stattdessen gefallen wuchtige Industrielampen, abgeblätterte Metallstühle und die blau geflieste Theke, die einmal der Boden war. Realen Flirts helfen die zwei langen Tafeln auf die Sprünge, an denen die Gäste Platz nehmen. Der Eigentümer, Herr Bravko, beliefert außerdem Cafés in der ganzen Stadt. Aber nur hier in der Werkstatt mit Café kann man einen Blick in die Backstube erhaschen und eins, zwei, drei Kuchenstücke mit einem annähernd perfekten Flat White krönen. Obwohl man gerade glücklich mit einem Stück ist, schielt man bereits Richtung Kuchenvitrine für die nächste süße Liaison. Monogamie wird überbewertet.

Via Cee Cee.

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Das Kuchenparadies.

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#vienna #shortnotes

 Auszug aus dem Wiener Reisetagebüchlein, das natürlich ein Moleskine ist: – Bei Veganista im siebten Bezirk behauptet das Eis, ein „ehrliches“ zu sein. Konkret bedeutet das Tonkabohne, Mohn und Hafer-Zimt auf veganer Basis. Besonders gelungen ist der Name für das, was in Berlin Zwei Dicke Bären machen, ein Cookie-Eis-Sandwich. Hier heißt es Inbetwiener. Zufälligerweise kenne …

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Husch husch, ins Körbchen!

Wochenendeinkauf. In einer Stadt, wo der nächste Späti immer nur ein paar hundert Meter entfernt ist, entfällt das große Grübeln am Freitagnachmittag, das ich noch von zuhause kenne (wo viele Geschäfte nach wie vor um 20 Uhr schließen). Manche Dinge will man aber nicht beim Späti kaufen.

Die Milch zum Beispiel. Lange probiert, diese hier für die Beste befunden (idealerweise in der Glasflasche, worin sich ab dem zweiten Tag eine Rahmschicht bildet, die man vor dem Morgenkaffee ablöffeln kann).

Das Vanilleeis. Vanilleeis gehört für mich zur Haushaltsgrundausstattung, als Begleitung zum Kuchen, zu allen möglichen Desserts, als Eiskaffeeeinlage. Für die heimische Tiefkühltruhe habe ich meinen Favoriten gefunden. Kaum zu glauben, aber es handelt sich um eine der billigsten Sorten, die man kriegen kann. Obwohl ich den dazugehörigen Discounter normalerweise meide, schlägt dieses Eis die Premiumhersteller (Mövenpick, Langnese, sogar Florida) meines Erachtens nach um Längen.

Für den Nachmittagskaffee ein Stück Schokotarte mit Kokosboden aus der Confiserie Orientale, einer der neuentdeckten Premiumlocations für Süßes in Berlin-Mitte.

Wein lagert noch ausreichend im improvisierten Weinregal. Für einen schönen Moment derzeit am Liebsten diesen. Oder diesen. (Wein und Kuchen im Körbchen, war das nicht Rotkäppchen?)

Und Blumen. Ja, ich komme jetzt in das Alter, wo man sich über frische Blumen freut. Notfalls auch selbst gekauft.

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Fast ein Rotkäppchen.

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Sweet Mexican Love

Im Herr Max auf dem Hamburger Schulterblatt hab ich mich immer schon sehr wohl gefühlt. Wer mit dem Slogan wirbt „Zum Naschen bist Du auf der Welt“, versteht etwas von seinem Handwerk! Torten, die beinahe zu schön zum Essen sind in Puppenstubenathmosphäre erinnern mich immer an meine Lieblingstante Inge. Herr Max allerdings ist mehr Onkel als Tante, mehr Konditorei als Café. Das schon so oft gesehene Sammelsurium aus Omageschirr, Retroservierwägelchen und Spitzendeckchen funktioniert hier zur Abwechslung mal wieder. Hobbybäcker erblassen vor Neid angesichts des kunstvollen Backwerks hinter blitzblanken Scheiben. Bei meinem letzten Besuch mit meiner Mama gab es Mohn-Heidelbeertorte und ein Kirsch-Rosmarin-Tartelette. Wie all meine Hamburger Lieblingsorte hat auch das Herr Max gekachelte Wände – an denen neuerdings handbemalte Porzellankunst von Frau Ines hängt. Meine Mama findet Skelette makaber, ich nicht.

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Retrogeschirr, böse aufgepeppt.

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Raufasertapete, aber wer ist schon perfekt?

Vielleicht verweisen die Skelettporträts gar auf einen neuen Trend. Die Bekanntschaft dieser Dame macht man im Chaparro, einem der besten Burritoläden in Kreuzberg. Burritos, Mexiko, Frau Ines, so schließt sich der Kreis.

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Smile like you mean it!