Alle Artikel mit dem Schlagwort ‘Zeit Online

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… und zwar für eine Eismaschine. Über den Wert von Eiscreme müssen wir nicht streiten. Mit einer Eistüte in der Hand kann man keinen Krieg führen, mit zwei Eistüten nicht einmal Hasskommentare im Internet schreiben. Natürlich gibt es vor allem in Berlin viele großartige Eisdielen und ständig machen neue auf. Trotzdem kann ich jedem den Kauf einer Eismaschine ans Herz legen. Aktuell arbeite ich mich durch das Standardwerk „Eiscreme mal anders“, mit gemischten Ergebnissen, aber was soll’s, der Sommer ist lang. Rezepte, für die man keine Eismaschine braucht, habe ich für Zeit Online gesammelt. 

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OMG, this is so Berlin! Schwarze Sesameiscreme „Darth Vader“ bei Mos Eisley

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Bella Spritzer

Wenn es wieder nicht reicht für drei Wochen Adria, dann wenigstens für drei Stunden Beachbar, mit einem Aperol Spritz in der Hand. Seit Jahren ist dieses Sommergetränk nicht tot zu kriegen, in Deutschland ebenso wenig wie im europäischen Ausland. Und das, obwohl Barkeeper und Cocktailsnobs darüber die Nase rümpfen. Interessanterweise haben die Italiener weniger Berührungsängste. Interessant auch, dass seine Basis, der namensgebende Bitter Aperol, in Deutschland wesentlich mehr Volumenprozent Alkohol hat als in Italien. Für Zeit Online habe ich mich sommerlich warm getrunken – und in Stuttgart eine erwachsene Variante des Spritz gefunden, ganz ohne Strohhalm.

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Erst die Suppe, dann das Vergnügen

Zur Abwechslung mal jemand, der den umgekehrten Weg geht: von der Veganerin zur Carnivorin. Schuld war Ruby Smiths Umzug von den USA nach Marokko. In ihrer neuen Heimat kocht sie Simples wie diese marokkanische Suppe mit Schälerbsen und Fava-Bohnen. Zur Belohnung für so viel Bescheidenheit folgt später am Tag die eigentliche Sensation in Form der Merinda genannten Teestunde. Ich sage nur: Apfelkuchen mit Orangenblüten-Kardamom-Creme, Zitronentarte und Teekekse.

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Einmal alles

Mezze ist der orientalische Begriff für Vorspeisen. Damit einher geht die schöne Praxis, alles, was auf dem Tisch steht, einfach zu teilen. Ein Trend, der unter dem Stichwort shared plates gerade auch die gehobene Gastronomie erreicht, was ich sehr begrüße. Für jemanden, der sich nicht entscheiden kann, ist „von allem ein bisschen“ nun mal die beste Lösung. Was dieses „alles“ sein kann, steht beim Zeit Online Sonntagsessen von Limon Rimon.

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It’s a pie world

Go hard or go home, so lautet das Motto von Erin Clarkson. Was nicht recht passen will zu den mädchenhaften Verzierungen ihrer Kuchen. Vor allem bei Pies tobt sich die Neuseeländerin so richtig aus, wie das Sonntagsessen von Cloudy Kitchen mit seinen Blumen, Blättern und Gittermustern beweist.

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Die Sprache des Körpers

Daun kaduk, bunga kantan und daun kesum? Nie gehört. Es handelt sich um Zutaten für einen malaysischen Kräutersalat. Das Rezept stammt vom Blog Vermilion Roots, den Christine Leong Knight nach ihrem Umzug in die USA aus Heimweh begonnen hat. Grundsätzlich ist die 38-Jährige der Meinung, man solle bei der Ernährung auf seinen Körper hören. Heißt jetzt „Intuitives Essen“ und ist, neben Intervallfasten, ein neuer Trend, was lustig ist, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine grundlegende menschliche Funktion handelt. Bekannterweise vertragen sich Rationalität und Trends eher selten.

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Tonka, Tonka, Bumm, Bumm

Vor vielen Jahren hatte ich mal eine Tonkabohnen-Crème-Brûlée im, man glaubt es kaum, Gasthaus Linde. Schwäbische Avantgarde! Inzwischen ist die vanilleähnliche Zutat überall, im Eis, im Joghurt, sogar, wie kürzlich in Prag, in der Sauce Hollandaise. Und in dieser Erdbeertarte, die sich Jasmin Ralbofski ausgedacht hat. Ich persönlich kann Hirseschmarren mit Tonkabohne und Nüssen als Frühstück sehr empfehlen. Auch weil anschließend die ganze Küche danach duftet.

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Rettet die Hausfrau

Die Hausfrau ist zuletzt etwas in Verruf geraten. Ist das diese Person, die sich zugunsten von Kindern, Mann und Haushalt selbst aufgibt? Die, statt in Konferenzen zu sitzen, Bettwäsche bügelt? Gar aus Langeweile einen Kuchen backt? Zumindest Letzteres mag stimmen, aber wer würde sich beschweren, wenn dabei etwas so Herrliches herauskommt wie diese Espresso-Eistorte? Manche sprechen gar von einer Bombe. Rebecca Firth, Autorin des Blogs The Displaced Housewife, ist übrigens alleinerziehende Mutter, Gartenbesitzerin und Kochbuchautorin. Ziemlich viel für eine, die angeblich zu viel Zeit hat.

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پیچیده است

Als ich vor einigen Sommern zwei Wochen lang in einer Hotelküche gearbeitet habe (nachzulesen in der Zeit), kam ich nicht nur mit einem sehr, sehr guten Tiramisurezept zurück, sondern auch mit einem für persischen Reis. Letzteres habe ich von Jasem gelernt, meinem iranischen Kollegen, den ich an dieser Stelle herzlich grüßen möchte: سلام! Jasem! Persischer Reis ist nämlich eine Wissenschaft für sich. Arbeitsschritt reiht sich an Arbeitsschritt, das Ganze muss ein wenig am Boden anbacken, aber nicht zu sehr, dauert sehr lang und benötigt ein Küchentuch. Daran musste ich denken, als ich das Sonntagsessen von Lab Noon geschrieben habe. Und an meinen guten Freund Omid, mit dem ich jetzt endlich mal Persisch essen gehen sollte.

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Lachs, Omelette und Champagner

Sibylle von Fischer und Sue Neuenschwander sind Freundinnen. Eine von ihnen wohnt in Zürich, die andere in Bern. Jede von ihnen hat stets die Zutaten für eine Eierspeise im Kühlschrank, außerdem eine Flasche Champagner. Für unangekündigten Damenbesuch. Das Sonntagsessen von Comme Soie ist ein asiatisch inspirierter Spinat-Lachssalat.

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Manciting

Seit einiger Zeit ist die Welt um den schönen Begriff Mansplaining reicher. Gemeint ist die Unart mancher Männer, Frauen die Welt erklären zu wollen, eine Welt, die sie nur unwesentlich besser verstehen. In Anlehnung daran schlage ich den Begriff Manciting vor für das Phänomen, dass Männern Zitate zugeschrieben werden, die eigentlich von Frauen stammen. „Man soll dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“, das soll Winston Churchill gesagt haben und man sieht ihn vor sich, Zigarre rauchend und sich den dicken Bauch streichelnd, während er mit der freien Hand irgendwelche Verträge unterschreibt. Tatsächlich stammt der Satz von  Teresa von Ávila, einer im 16. Jahrhundert lebenden Geistlichen. Ob sie ahnte, dass ihre Aussage mal als Legitimation für jeglichen Hedonismus herhalten muss, von der Bierbong zur Vollmilch?

Im Sonntagsessen von Soulsistakitchen geht es nicht um Katholizismus und auch nicht um Feminismus, sondern um Frühlingssalate.

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„Ich bin keine große Esserin“

Kennengelernt habe ich Ana Roš auf einer kuriosen Kroatienreise, die ihren Ausgangspunkt in Šibenik nahm. Auf einer namenlosen Naturschutzgebietinsel sammelte die 45-Jährige Kräuter und wir Journalisten sahen ihr dabei zu. Ein Teil davon landete unverzüglich in Gin Tonics (daytime drinking war bei diesem Trip essentiell). Dass Kochen, anders als Trinken, ihre Leidenschaft ist, wäre gelogen. Essen übrigens auch nicht, schließlich sagt sie von sich selbst, sie sei „keine große Esserin“. Eher hat Ana Roš sich dem gefügt, was manche Schicksal nennen, andere Pflicht, wieder andere Liebe. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie  mit dem Hiša Franko eines der spannendsten Restaurants in Osteuropa. Für Zeit Online habe ich mit ihr über Feminismus in der Küche, Brechreiz im Flugzeug und slowenischen Naturwein gesprochen.

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Die Altstadt von Šibenik

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Weintipps von Ana Roš höchstpersönlich

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Ramen, Amen

Tokio, 2015: Mein Ehrgeiz war geweckt. Auf der Suche nach der besten Ramen-Bar der Stadt landete ich in einer schummrigen Seitengasse, schließlich vor einem Haus, das nicht einmal bei Google Maps eingezeichnet war. Kein Facebook-Auftritt! Wie so viele Lokale in der Neuneinhalb-Millionenmetropole war auch dieses schmal wie ein Essstäbchen. Natürlich sprach niemand Englisch. Irgendwie schaffte ich es, das Fleischtopping aus meiner Suppe herauszubestellen. Was nichts daran änderte, dass in der Brühe matchateetassengroße Fettaugen schwammen. Ich ließ fast alles stehen. Als ich meiner in Tokio lebenden Freundin davon erzählte, wunderte sie sich nicht. „Ramen bewährte sich nach dem zweiten Weltkrieg als einfaches, sättigendes Essen, vor allem für Leute, die körperliche Arbeit leisten. Sozusagen ein japanisches Fleischkäsebrötchen.“ Ich schämte mich für mein Touristinnen-Sein. Zwei Jahre später soll ich für Zeit Online noch mal losschlürfen. Besonders gut geschmeckt hat es mir in Berlin bei Hako Ramen. Heiß, fettig und mit Sojahack.

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Zwergspitz Milu, quasi Inventar von Hako Ramen, vor einem Japansouvenir

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Knet mich, Baby

Sauerteig ist in aller Munde. Gerade hat Mary Scherpe von Stil in Berlin zum wiederholten Mal den besten gekürt. Ihn selbst herzustellen allerdings ziemlich verflixt. Wie es gehen könnte, verraten die coolen Girls von Baked beim Zeit Online Sonntagsessen. Ganz nebenbei sind sie der Beweis, dass Frauen in derselben Branche sich nicht zwangsläufig anzicken. Female Empowerment, Teigkneten für weibliche Solidarität!

(In Berlin gibt es das beste Sauerteigbrot übrigens bei Sironi und The Bread Station. Und bei der Schwedin Malin Elmlid, die mit ihrem Projekt The Bread Exchange beweist, dass Frauen gerne teilen.)

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Daddy knows best

Denke ich an meine Kindheit zurück, fallen mir die Butternudeln meines Vaters ein. Mehr al dente als eine italienische Mama gutheißen würde, mit viel geschmolzener Butter und etwas Salz. That’s it. Prerna Singh von Indian Simmer hingegen assoziiert mit ihrem Vater ein Chicken Curry. Noch heute, sagt sie, befreit es sie unverzüglich von allen Sorgen. Kein Wunder, dass ich so verrückt bin nach Butterbrot.

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Osterlamm

Vegane Ostern? Schwer vorstellbar. Wonach sucht man im Garten, wenn nicht nach Eiern? In Frankreich bringt die übrigens nicht der Hase, sondern Glocken mit Hühnerflügeln. Man muss das nicht verstehen. Egal ob Hase oder Huhn: Viele Flexitarier machen zu Ostern eine Ausnahme. Ich nicht. Wenn ich Fleisch essen würde, dann wäre es ein Rezept wie das von Florence Stoiber und ihrem Blog Avocado Banane: Lammkrone mit Bärlauch-Schupfnudeln und Karotten in Nussbutter. Weil ich bin, wie ich bin, gebe ich mich auch mit den Beilagen zufrieden.

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Greencooking

Unternehmen, die eine sauberer Ökobilanz vortäuschen, betreiben Greenwashing. Foodblogger, die sich für den Tierschutz engagieren, Greencooking. Beim Fleischkonsum lässt Janine Hegendorf von Nuts and Blueberries keine Ausrede gelten. Lieber streichelt sie Geparden in Afrika, anstatt sie zu essen. Was bei ihr auf den Teller kommt, steht beim Sonntagsessen.

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Wahrhaft währschhaft

Schweizerisch ist eine kuriose Sprache. „Währschhaft“ zum Beispiel heißt schlicht, solide, sättigend. Das trifft auch auf die Schweizer selbst zu. Ihrer Herkunft entsprechend gibt Ursula Lüthi sich bescheiden. Vieles auf ihrem Blog Einfach essen – der Name ist Programm – wirkt wie das, was man nach einem langen Tag auf der Alm essen will, viel Fett, viel Kohlenhydrate, natürlich Käse. Hoffen wir, dass die Schweiz dem Veganismus gegenüber ähnlich standhaft ist wie der EU-Politik. Ein glutschiges Zeit Online Sonntagsessen.

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Piano, piano, con calma!

Slow Food wurde in Italien erfunden. Niemand weiß das besser als Claudio del Principe, der, das Wortspiel muss sein, ein Mann der Prinzipien ist. Sein Blog Anonyme Köche übrigens einer der Favoriten. Claudios Lammschulter dauert 36 Stunden. Lange genug, um in der Zwischenzeit ein bisschen Italienisch zu lernen. Piano, piano heißt natürlich nicht Klavier, sondern: Immer mit der Ruhe.

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Wurzeln für Papa

Eigentlich wollte Lisana Hartl nicht im elterlichen Betrieb mitarbeiten (dessen Himbeersenf ich sehr empfehlen kann). Heute kann sie sich gut damit abfinden, schließlich bleibt noch immer genug Zeit für Gartenpflege und jene ihres eigenen Blogs Meine wilde Gartenküche. Nicht nur beruflich, auch privat versteht sie sich offensichtlich gut mit ihrem Vater, schließlich ist dessen Geburtstag Anlass für ein Fünf-Gänge-Menü. Zum ersten Mal in ihrem Leben kocht die Bloggerin ein Risotto aus Schwarzwurzeln. Da kann eine Menge schiefgehen, ist es aber nicht. Glückwunsch!