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Was die Hitze mit unserem Essen machte

Wenn der Sommer sich Anfang September noch einmal blicken lässt (um sich dann in die – was? – Sommerpause zu verabschieden?), fällt der Abschied umso schwerer. Mit ihm geht die Leichtigkeit, der Schlendrian und der ein oder andere Eisverkäufer. Es soll einer Bauernregel-kundigen alten Dame zufolge ein milder Winter werden (wenig Nüsse!). Hoffentlich hat sie recht. Bis dahin zehren wir von unseren Erinnerungen.

1) Es gab immer einen Sonnenplatz. Weil lichtempfindliche Zeitgenossen Schatten suchten und alle anderen am See waren.

2) Man musste nicht so lange aufs Essen warten, weil alle am See waren.

3) An den See fahren war natürlich auch super, vorausgesetzt, man brachte sein eigenes Picknick mit. Andernfalls war man abhängig von der zwar sehr an den letzten Italienurlaub erinnernden, aber leider genauso schmuddeligen Seegastronomie (Chlorgeruch statt Pastaduft).

4) Die Möglichkeiten eines Picknicks waren wie die des vegetarischen, pescetarischen oder all-inclusive Barbecues grenzenlos. Wenigstens letzteres bleibt uns nach Ende des Sommers erhalten.

5) Und schließlich passierten solche Dinge: Frühstück bei Zeit für Brot. Sonntag mittag, sengende Hitze. Freie Platzwahl, es waren ja alle am See. Leitungswasser wurde umsonst nachgereicht. Walnusswecken gab es zusätzlich zum schon reichlich bestückten Brotkorb gratis dazu. Es war überhaupt nicht schlimm, dass der Cappuccino abkühlte. Wieder entdeckte ich eine neue Lieblingsschorle. Das Innere des Schokobrötchens verflüssigte sich. Und schließlich konnte man die göttliche Walnussschnecke in geschmolzene Butter tunken. Beinahe wie ein Germknödel. Dafür ist es auch jetzt noch zu früh. Germknödel, das ist österreichische Skihütte oder die ehemalige Nachbarschaft. Immerhin ein Grund, sich auf den Winter zu freuen.

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„Zeit für Brot“, sprach der Rabe.

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Meine Empfehlung: alles.

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Wie Germknödel.


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